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Wie Europa heizt und kühlt

Von nationaler Ebene bis hinunter zu einzelnen Häuserblocks – das Projekt „Hotmaps“, unter der Leitung der TU Wien, hat Daten über Heizen und Kühlen aus ganz Europa gesammelt.

 

Hier: Das Potenzial der geothermalen Energiegewinnung

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Hotmaps – ein Projekt, geleitet von der TU Wien

Hotmaps – ein Projekt, geleitet von der TU Wien

Hotmaps – ein Projekt, geleitet von der TU Wien

Hotmaps – ein Projekt, geleitet von der TU Wien

Mehr als die Hälfte des Energiebedarfs verwenden wir in Europa für Heizen und Kühlen, für mehr als ein Viertel der CO2-Emissionen ist dieser Bereich verantwortlich. Kein Zweifel: Europa braucht effizientere Heiz- und Kühlnetzwerke. Die kann man allerdings nur dann entwickeln, wenn detailliertes, umfangreiches Datenmaterial zur Verfügung steht. Daher haben nun die TU Wien, EURAC (Italien) und Fraunhofer ISI (Deutschland) im Projekt Hotmaps gemeinsam Daten über Europas Heiz- und Kühl-Infrastruktur zusammengestellt. Herausgekommen ist eine Sammlung von Karten aus allen 28 EU-Staaten, von der nationalen Ebene bis zu Detailkarten mit einer Auflösung von 100 mal 100 Metern. Die Daten sind gratis verfügbar.

Umweltfreundlichere Strukturen planen

„Wir haben energierelevante Daten aus den Sektoren Haushalte, Dienstleistungen, Industrie und Transport gesammelt und räumlich aufgelöst“, sagt Michael Hartner vom Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe der TU Wien. „Die Daten stehen vollständig und kostenlos zum Download zur Verfügung“.

Für Anfang nächsten Jahres ist die Veröffentlichung eines Online Tools zur Visualisierung und Auswertung der Datensätze geplant. Das Tool soll verwendet werden, um Europas Energiesysteme zu verbessern – etwa um politische Entscheidungen im Bereich des Heizens und Kühlens vorzubereiten. Nicht nur für öffentliche Einrichtungen, auch für Energieanbieter und für die Stadtplanung ist das neue Tool höchst interessant. „Mit unseren Daten kann man auch Aufschluss über den möglichen Einsatz erneuerbarer Energieträger erhalten, wie etwa Biomasse oder Solarenergie“, sagt Michael Hartner. Das Datenmaterial kann bereits jetzt verwendet werden und steht zum Download zur Verfügung.

Das Projekt wurde vom Europäischen Forschungsförderungsprogramm Horizon 2020 unterstützt.

Mehr über das Hotmaps-Projekt

Zugang zum Datenmaterial