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Weiblichkeit und Wohnen in der Moderne

in die Kunsthalle Wien.


Anlässlich Sabine Pollaks Buchpräsentation ?Leere Räume. Weiblichkeit und Wohnen in der Moderne? findet auch eine Podiumsdiskussion statt. Das Buch untersucht die Zusammenhänge zwischen der Architektur des privaten Wohnens und dem jeweiligen idealen Bild des Weiblichen. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion soll das Thema aus mehreren Perspektiven beleuchtet werden.

Es diskutieren: Elke Krasny, Iris Meder und Sabine Pollak, die Moderation übernimmt Robert Temel.



Zum Buch

 

Die Geschichte moderner Architektur lässt sich als permanenter Prozess des Ausschließens von Weiblichkeit lesen. Bis zur Jahrhundertwende waren Frauen aus nahezu allen öffentlichen Räumen ausgeschlossen und in das Innere der Wohnungen verbannt. Am Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die Wohnungen systematisch von allen weiblichen Attributen geleert, was aber wenig an den Rollenzuteilungen änderte. Noch längere Zeit wurde Weiblichkeit als das dargestellt und verherrlicht, was geschützt, bewahrt, isoliert oder inszeniert werden musste ? zwischen Jungfräulichkeit, Häuslichkeit, Hysterie oder Vermännlichung. Leere Räume untersucht die Zusammenhänge zwischen der Architektur des privaten Wohnens und dem jeweiligen idealen Bild des Weiblichen.



Sabine Pollak bedient sich dabei verschiedener Texte von Walter Benjamin, Sigmund Freud und Hermann Muthesius; anhand früher Texte und Bauten von Adolf Loos, Le Corbusier und Ludwig Mies van der Rohe ergründet sie das Zusammenspiel zwischen dem Bild idealisierten Wohnens und dem Bild idealisierter Weiblichkeit.



 

Das Buch ?Leere Räume. Weiblichkeit und Wohnen in der Moderne? ist im Sonderzahl Verlag erschienen und kann um 25,- Euro im Buchhandel bezogen werden.



Zur Person

Sabine Pollak studierte Architektur an der TU Graz und Wien, promovierte 1995 und habilitierte sich 2003 für das Fach Wohnbau. 1993 und 1994 lehrte sie als Gastprofessorin an der University of Michigan, seit 1989 unterrichtet sie an der TU Wien Theorien des privaten Wohnens, Gendertheorien und experimentelle Entwurfsstrategien. Sabine Pollak forscht im Bereich Feminismus und Wohnen, Wohnen und Gender und Geschichte des Privaten. Sie arbeitet seit 1996 als Partnerin im Büro Köb & Pollak Architektur in Wien. Das Buch ?Leere Räume? entstand aus der Habilitationsschrift.



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