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Vorsicht, rutschig!

Wie rutschig ist Keramik? Mit dem Wirtschaftskammerpreis 2016 kann TU-Forscher Michael Höflinger nun Verfahren zur Messung der Reibung keramischer Oberflächen starten.

Michael Höflinger

Michael Höflinger

Michael Höflinger

Michael Höflinger

Rutschfestigkeit und Trittsicherheit sind eher subjektive Begriffe. Für gesetzliche Regeln und Normen – zum Beispiel im Bereich der Unfallvermeidung und Sicherheitsvorschriften – muss man aber klare, einfach nachzuvollziehende Messgrößen definieren. Michael Höflinger vom Institut für Hochbau und Technologie wurde nun mit dem Wissenschaftskammerpreis 2016 ausgezeichnet. Damit kann er nun ein Forschungsprojekt starten, das neue Prüfverfahren zur Ermittlung von Gleitreibungswerten keramischer Oberflächen hervorbringen soll.

Verschiedene Sorten von Reibung

Wenn ein Körper auf einer ebenen Fläche liegt, die langsam auf einer Seite angehoben wird, dann beginnt er nicht sofort zu rutschen: Erst ab einer gewissen Schieflage wird die Haftreibung überwunden und der Körper setzt sich in Bewegung. Ab diesem Zeitpunkt spielt eine andere physikalische Größe die entscheidende Rolle: Die Gleitreibung. Sie tritt an Kontaktflächen von Objekten auf, die sich gegeneinander bewegen.

Es gibt zwar bereits Geräte, mit denen man die Gleitreibung messen kann. Sie sind jedoch europaweit nicht einheitlich, oft nicht direkt vergleichbar und nicht immer leicht anwendbar bzw. zuverlässig. Das möchte Michael Höflinger nun ändern: „Das Ziel ist, eine neue, einfache und damit kostengünstige Methode zu entwickeln, die Gleitreibung zu messen.“ Verschiedene Ideen gibt es bereits, mit der Finanzierung durch die Wirtschaftskammer wird Höflinger nun herausfinden, welche am besten geeignet ist.