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Viel Information, ein Bild

so beschreibt Armin Kanitsar, Informatiker an der Technischen Universität Wien, das Wesen seiner Forschungsarbeit.

Er hat ein Verfahren entwickelt, das Radiologen ihre Arbeit erleichtert. Sie können dank Kanitsars entwickeltem Verfahren in kürzester Zeit erkennen, ob und wo pathologische Veränderungen der Gefäße vorliegen. Die langwierige Sichtung der vielen Schichtbilder - modernste Computer Tomographen erstellen in nur 40 - 70 Sekunden bis zu 1500 Schnittbilder - bleibt ihnen daher erspart.

 

Für seine Forschungsarbeit "Curved Planar Reformation for Vessel Visualization", die unter der Leitung von Prof. Eduard Gröller als Dissertationsvater am Institut für Computergraphik und Algorithmen der TU Wien und bei der Firma TIANI Medgraph entstanden ist, wurde Armin Kanitsar von der TU Wien mit dem 13.000,- Euro dotierten "Ressel-Preis" ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 28. Oktober statt.

 

Neben dem persönlichen Erfolg der Auszeichnung für Armin Kanitsar werden diese Mittel einen weiteren Impuls für den Bereich der medizinischen Visualisierung an der TU Wien liefern.

 

Kurzdarstellung des Verfahrens

Durch die verwendeten Darstellungsverfahren werden unerwünschte Verdeckungen mit anderen anatomischen Strukturen, wie beispielsweise den Knochen, verhindert. Ein Längsschnitt durch den Gefäßbaum zeigt das Gefäßlumen, d.h. den Durchmesser, in einem einzelnen Bild. Auf Knopfdruck lässt sich nun in Sekundenschnelle erkennen, wo sich die erkrankte Stelle befindet.

 

Die Praxisrelevanz der interdisziplinären Arbeit des jungen TU-Forschers wurde von Beginn an durch die intensive Kooperation mit dem medizinischen Projektpartner Prof. Dominik Fleischmann begründet. Die von Armin Kanitsar entwickelte Software ist nun bereits im AKH, an der Universität in Stanford und an weiteren Uni-Kliniken im Einsatz.

 

Mehr über das Verfahren unter: http://www.tuwien.ac.at/forschung/nachrichten/a-arteria.html, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster