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VfGH erweitert steuerliche Absetzbarkeit für berufstätige Studenten

Nicht nur Studienbeiträge, sondern auch Aufwendungen für Studium absetzbar.

Wien (APA) - Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat die steuerlichen Absetzmöglichkeiten für berufstätige Uni-Studenten erweitert. In einem neuen Erkenntnis wurde die steuerliche Ungleichbehandlung von Studenten an Fachhochschulen (FH) und Universitäten als gleichheitswidrig aufgehoben, wie die Arbeiterkammer (AK) Niederösterreich in einer Aussendung am Montag mitteilte. Berufstätige Uni-Studenten, deren Job mit dem Studium zusammenhängt, können somit rückwirkend die Studiengebühren sowie Aufwendungen für das Studium wie etwa Fachliteratur und Fahrtkosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen.

"Vor allem hat uns die Ungleichbehandlung berufstätiger Studenten beschäftigt: Während Fachhochschüler nicht nur Studienbeiträge, sondern alle mit dem Studium zusammenhängenden Kosten von der Steuer absetzen konnten, wurde diese steuerliche Begünstigung Universitätsstudenten verwehrt", betonte AK-Steuerexperte Bruno Novozsel in einer Aussendung.



Erst seit heuer können Uni-Studenten nach einer Gesetzesänderung zumindest die Studiengebühren absetzen - wenn das Studium eine Aus- oder Fortbildungsmaßnahme im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit oder eine umfassende Umschulungsmaßnahme darstellt. Die AK fordert nun, dass jene Studenten, die in den vergangenen Jahren negative Bescheide über die Absetzbarkeit bekommen haben, vom Finanzministerium "dringend persönlich über das Erkenntnis verständigt werden müssen". Und: "Selbstverständlich können sie nun neuerlich die Absetzbarkeit geltend machen."

Darüber hinaus müssten die Steuergesetze so geändert werden, dass auch die mit dem Uni-Studium verbundenen Kosten absetzbar seien, forderte Novozsel gegenüber der APA. Den betroffenen berufstätigen Studenten empfiehlt er, die Studienaufwendungen in ihrer Steuererklärung geltend zu machen.



Quelle: APA Wissenschaft & Bildung