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Vergabe des Diplomarbeitspreises 2017

Übergabe des „Industrial Management Diplomarbeitspreises 2017“ an die drei Preisträger Dipl.-Ing. Christian Hallinger, Dipl.-Ing. Matthias Karner, Dipl.-Ing. Werner Kritzinger.

Die drei Preisträger Christian Hallinger, Matthias Karner und Werner Kritzinger mit dem stellvertetenden Studiendekan Michael Filzmoser.

Christian Hallinger, stv.Studiendekan Michael Filzmoser, Matthias Karner, Werner Kritzinger (v.l.n.r.)

Christian Hallinger, stv.Studiendekan Michael Filzmoser, Matthias Karner, Werner Kritzinger (v.l.n.r.)

Christian Hallinger, stv.Studiendekan Michael Filzmoser, Matthias Karner, Werner Kritzinger (v.l.n.r.)

Im Rahmen der Sponsion am 24.1.2018 an der TU WIEN fand die Übergabe des Diplomarbeitspreises 2017 für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Betriebswissenschaften (Industrial Management) statt.

In der Arbeit von Dipl.-Ing. Christian Hallinger: „Risiko-basiertes Lean Produktionsmanagement Modell: Konzeptionelles Design und praktische Implementierung im MAB – Unternehmen“ wird ein 2-stufiges Modell zum Risk Management in der Lean Production erarbeitet und angewandt. Im 1. Schritt versuchen wir den Risikomanagementprozess der ISO 31000:2009 möglichst effizient in das Lean Production Management zu integrieren. Im 2. Schritt des Modells werden die Wechselwirkungen des Risikomanagements und des Lean Managements gegenübergestellt und eine Herangehensweise für die Optimalsituation beider Ansichtsweisen gesucht und gefunden. Die zugrundeliegende Methode ist das Design Science Research. Das beschriebene Modell wird auf Basis von Hevner's 7 Richtlinien des Design Science entwickelt und mittels Case Study in einem Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus evaluiert und auch bei diesem Industriepartner angewandt.

Die Arbeit von Dipl.-Ing. Matthias Karner: „Produktivitätssteigerung, Bestands- und Kostensenkung sowie Flexibilisierung in einer Tafelblechadjustage für Edelstahl durch Maßnahmen der Digitalisierung“ hat die praxisnahe Entwicklung von Konzepten der Digitalisierung zur Effizienzsteigerung der industriellen Produktion zum Ziel. Basierend auf umfangreichen Potentialanalysen aus dem Bereich des Lean-Management wurden Handlungsfelder identifiziert, quantifiziert und priorisiert. In Zusammenarbeit mit einem österreichischen Edelstahl-Verarbeiter wurden die Handlungsfelder zu konkreten Konzepten der Digitalisierung ausgearbeitet, hinsichtlich ihres wirtschaftlichen Nutzens bewertet und schließlich implementiert.

Das Ziel der Arbeit von Dipl.-Ing. Werner Kritzinger: „Entwicklung eines Modells zur systematischen Identifikation von Anwendungsfällen für additive Fertigung“ war die Entwicklung einer Systematik, die aufbauend auf Produktfunktionsanforderungen, Technologierestriktionen, technologiespezifischen Bewertungskriterien und Technologiepotenzialen durch korrelationsmethodische Ansätze des Technologie- und Innovationsmanagements, die stufenweise Auswahl, Identifizierung und Priorisierung von neuen Anwendungsfällen für die additive Fertigungstechnologie ermöglicht und die Unternehmen bei der Identifizierung unterstützt. Es sind drei Identifizierungs- und Bewertungsmethoden entwickelt worden, die von einer kurzfristigen und operativen Umsetzung mit produktbezogenen Parametern bis zu einer strategischen Planung und langfristigen Umsetzung der Potenziale im Wertschöpfungssystem ihren Anwendungsbereich aufspannen. Mit Hilfe dieser Methoden können Unternehmen systematisch, zielgerichteter und schneller die Identifikation von Anwendungsfällen, Potenzialen und Einflüssen auf das Wertschöpfungssystem im Kontext der additiven Fertigung durchführen.“

Dieser Preis wird seit 2013 vom Verein zur Förderung der Betriebswissenschaftlichen Forschung und Ausbildung gesponsert und jährlich vergeben.

Details über den Diplomarbeitspreis 2018 finden Sie hier: http://www.imw.tuwien.ac.at/news/ 

 
Foto: Thomas Blazina