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Umwelttechnik-Neuheiten der TU Wien bei der Hannover Messe

Im Zeichen der Umwelt, der Energie- und Rohstoffeffizienz steht der Auftritt der TU Wien auf der Hannover Messe 2015. Zahlreiche neuentwickelte Technologien werden dem interessierten Fachpublikum präsentiert, einige von ihnen weltweit zum ersten Mal.

Die TU Wien auf der Hannover Messe 2014

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Die TU Wien auf der Hannover Messe 2014

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Viele kleine Schritte braucht man, um große Umweltprobleme zu lösen. Die TU Wien hat zahlreiche Technologien zur Marktreife gebracht, die beim Sparen von Energie und Ressourcen helfen, die scheinbar wertlose Abfälle auf intelligente Weise nutzen oder durch besonders ausgeklügelte Produktionstechnik bessere und weniger ausfallsanfällige Produkte hervorbringen. Einige der neuesten Ideen, Geräte und Systeme präsentiert die TU Wien vom 13. bis 17. April bei der Hannover Messe (Halle 13, Stand E10).

Maschinen, Anlagen, Gebäude

Sensorlos: Die TU Wien präsentiert auch Weiterentwicklungen von Elektromotoren und Magnetlagern: Bisher musste in vielen Maschinen komplizierte, fehleranfällige Sensortechnik eingebaut werden. Mit den Technologien der TU Wien können die zur Steuerung nötigen Daten auf andere Weise gewonnen werden, auf die Sensorik kann man verzichten. Das erhöht die Sicherheit und spart Geld.

Fertigungstechnik: Mit ausgeklügelter Produktionstechnik kann man Verschleiß metallischer Werkstücke senken und somit die Lebensdauer der Produkte verlängern – besonders wichtig ist das beispielsweise für Werkzeuge und Gussformen. An der TU Wien wurden spezielle Methoden entwickelt, mit denen nicht nur die Haltbarkeit erhöht sondern auch bereits in der Produktion Energie gespart wird. Auch werden Fertigungsschritte eingespart, was zu weiterer Kostenreduktion führt, und es wird die Produktqualität verbessert.

Wertvolles Abwasser: Was die einen loswerden wollen ist für andere ein wertvoller Rohstoff: An der TU Wien werden in Bioreaktoren spezielle Mikroorganismen kultiviert, mit denen man aus Abwasser hochpreisige Substanzen herstellen kann – etwa Carotinoide und Biokunststoffe – die unter anderem in der Pharma- oder der Verpackungsindustrie benötigt werden.
Thermische Gebäudedämmung: Wer bei Sanierung oder Neubau Geld sparen will, sollte dem Messestand der TU Wien ebenfalls einen Besuch abstatten. Vorgestellt wird dort das online-Tool Semergy.net, das bei der thermischen Isolierung hilft – von der thermischen Simulationsrechnung über Materialratgeber bis zur Rentabilitätsanalyse.

Energie- und Wasserversorgung

Biogas: Wie speichert man Ökostrom für Zeiten besonders hohen Bedarfs? Eine der zukunftsträchtigsten Antworten lautet: Mit Gas. Wenn Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen mit Biogasanlagen gekoppelt wird, lässt sich Überschussstrom nutzen, um sauberes Methan aus Bioabfällen zu erzeugen. Dieses neue System ermöglicht, die Biogasmenge zu verdoppeln. Es wird erstmals öffentlich vorgestellt – gemeinsam mit Technologie, mit der man Biogas höchst effizient säubern und entschwefeln kann, sodass es in das bestehende Erdgasnetz eingespeist werden kann.

Wasser-Schnelltests: Auch Techniken, die Verunreinigungen im Wasser zuverlässig aufspüren, werden von ForscherInnen der TU Wien entwickelt: Ein Schnelltest ermöglicht nun den Nachweis biogener Verunreinigungen. Was bisher nur aufwändig mit Hilfe von Bakterienkulturen nachgewiesen werden konnte, lässt sich heute in viel kürzerer Zeit durch einen einfachen gentechnologischen Test detektieren.

Integrated Industry oder Industrie 4.0

3D-Drucker bieten heute ein völlig neues Niveau an Flexibilität. Selbst Einzelstücke lassen sich damit rasch und kostengünstig herstellen. Bisher war das Verfahren aber auf bestimmte Materialien beschränkt, die für viele Einsatzzwecke nicht taugen. Die TU Wien hat das Spektrum an 3D-druckbaren Materialien entscheidend erweitert. Gemeinsam mit Lithoz, einem Spin-off der TU Wien wird ein 3D-Drucker für Hochleistungskeramik präsentiert.
 
Energie-Monitoring: Auch ein neues Tool für das Vorausberechnen und Überwachen des Energiebedarfs in der Produktion in Echtzeit wird vorgestellt. Damit lässt sich der Energiebedarf im Detail planen und optimieren – elektrisch, pneumatisch, thermisch, von einzelnen Maschinen und deren Produkten bis hin zu ganzen Unternehmensbereichen.

Start-Up Schau „tech transfer“ der Hannover Messe

Außer diesen Innovationen am Stand der TU Wien werden auch 10 Start-Ups von Absolventen bzw. aus Instituten der TU Wien ihre Produkte und Dienstleistungen vorstellen: von Steuerungssoftware für die chemische und pharmazeutische Industrie, über Computer-basierte Analyse von Bildinhalten sowie Modellbildung und Simulation für industrielle Anwendungen, bis hin zu neuartigen Sicherheitseinrichtungen für Roboter in Industrie oder Heimhilfe (Halle 2 – Stand C09/6).


Mehr dazu:www.tuwien.ac.at/HM2015 , öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Rückfragehinweis:
Dipl.-Ing. Peter Heimerl
Stabsstelle Forschungsmarketing
Technische Universität Wien
Karlsplatz 13, 1040 Wien
T: +43-1-58801-406110
forschungsmarketing@tuwien.ac.at

Aussender:
Dr. Florian Aigner
Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Technische Universität Wien
Operngasse 11, 1040 Wien
+43-1-58801-41027
florian.aigner@tuwien.ac.at