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U-Multirank – Das neue europäische Ranking-System

Das von der EU-Kommission initiierte U-Multirank soll ein differenziertes Bild der europäischen Hochschullandschaft wiedergeben. Der Start erfolgte 2013, jetzt liegen erste Ergebnisse aus dem Praxistest vor. Über 800 Universitäten aus über 70 Ländern haben teilgenommen.

U-Multirank

U-Multirank

U-Multirank ist das neue europäische Ranking-System. Eine definitive Platzierung in einer Rangliste entfällt zugunsten eines interaktiven, am Nutzer ausgerichteten Systems. Die einzelnen Indikatorergebnisse ergeben eine Einteilung in Ranggruppen im Vergleich zum Durchschnittswert aller Universitäten.

Die Ergebnisse bestätigen die Profilbildung der TU Wien: In der Kategorie Forschung landet die TU Wien bei Drittmittelerlösen, Publikations-Output und Zitationsrate im europäischen Spitzenfeld. Auch beim Wissenstransfer werden Top-Werte erreicht, was sich beispielsweise durch Patente oder Spin-Offs ausdrückt. Hohe Studierendenmobilität und die Internationalität des wissenschaftlichen Personals führen auch im Bereich internationale Ausrichtung zu guten Platzierungen. Beim Regionalengagement sticht positiv hervor, dass AbsolventInnen in der Region gehalten werden können und so zur Standortsicherung beitragen. Im Bereich Lehre liefern die Indikatoren "Abschlüsse in Mindeststudienzeit" und "Abschlussrate" keine Top-Werte im EU-Vergleich.

Neben dem Vergleich auf Hochschulebene gibt es auch Extraauswertungen in vier Fächern, wobei sich die TU Wien in Maschinenbau, Elektrotechnik und Physik beteiligte. Das Institutionsergebnis spiegelt sich auch in den Fächerwertungen wider. Ein Wermutstropfen ist, dass ein wesentlicher Teil der Beurteilung aus einer Studierendenbefragung besteht, die durch zu geringe Teilnahme der Studierenden an der TU Wien kaum Aussagekraft hat.

Hochschulrankings – Wozu?
Hochschulrankings erheben den Anspruch die Qualität von Forschung und Lehre anhand verschiedener (frei gewählter) Kriterien zu bewerten. Die bisherigen bestehenden weltweiten Rankings sind oftmals sehr stark auf die Exzellenz der Forschung der jeweiligen Hochschule ausgerichtet (Zahl der Nobelpreisträger, Anzahl der wissenschaftlichen Publikationen und Zitierungen, etc.).

U-Multirank - das europäische Ranking
2011 beauftragte die Europäische Kommission ein Konsortium aus europäischen Hochschul- und Forschungsinstitutionen (CHERPA – Consortium for Higher Education and Research Performance Assessment) ein neues Ranking-System mit dem Namen „U-Multirank“ zu entwickeln. Ziel: Weg von der Fokussierung auf Forschung, hin zu einem mehrdimensionalen Ranking, das ein breites Spektrum an Exzellenzkriterien berücksichtigt.

In fünf Dimensionen werden die Universitäten bewertet:

  1. Renommee der Forschung,
  2. Qualität von Lehre und Lernumfeld,
  3. internationale Ausrichtung,
  4. Abschneiden beim Wissenstransfer, sowie
  5. regionales Engagement.

Das neue System soll eine objektivere Bewertung für den/die Interessierte/n liefern. Grundlage sind messbare Kriterien, verglichen werden auch nur dem Profil nach vergleichbare Universitäten. Durch die Mehrdimensionalität kann jeder Nutzer / jede Nutzerin ein individuelles Ranking anhand der eigenen Präferenzen erstellen.

Webtipp:
U-Multirank-Website: http://www.u-multirank.eu/

Aussender und Rückfragehinweis:
Herbert Kreuzeder
Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Technische Universität Wien
Operngasse 11, 1040 Wien
T +43-1-58801-41023
herbert.kreuzeder@tuwien.ac.at


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