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TVFA - TU Wien bei der 3-Länder-Korrosionstagung in Berlin

Die Tagung setzt sich am 19. und 20. April 2010 mit dem Thema „Nichtrostende Stähle – spezielle Anwendungen und angepasste Lösungen“ auseinander.

Lochkorrosion im nichtrostendem Stahl (manganoxidierende Mikroorganismen)

Lochkorrosion im nichtrostendem Stahl (manganoxidierende Mikroorganismen)

Lochkorrosion im nichtrostendem Stahl (manganoxidierende Mikroorganismen)

Lochkorrosion im nichtrostendem Stahl (manganoxidierende Mikroorganismen)

Die TVFA – TU WIEN ist gemeinsam mit ASMET/UA für Korrosionsfragen seit 2002 österreichischer Mitveranstalter der 3- Länder-Korrosionstagungen. Mit dem deutschen GfKORR und der Schweizer SGO werden seit 2002 jährlich aktuelle Themen im Rahmen einer zweitägigen Veranstaltung durch ausgewählte Referenten aufbereitet und präsentiert.

Nichtrostende Stähle sind nun zum dritten Mal Themenschwerpunkt der 3-Länder-Korrosionstagung. Seit ihrer Entwicklung Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts steigt der Verbrauch unaufhaltsam, da diese Stähle durch ständige Weiterentwicklung für immer breitere Anwendungen zur Verfügung stehen. Während der beiden vergangenen Tagungen (April 2009 in Basel und 2008 in Wien) wurde in der Hauptsache die Passivschicht dieser Stähle, deren gezielte Ausbildung und Stabilität behandelt.

Die diesjährige Tagung in Berlin ist neuen Anforderungen und spezifischen Einsatzbedingungen in unterschiedlichen industriellen Anwendungen gewidmet, bei denen der nichtrostende Stahl sich einem breiten Spektrum von Umgebungsbedingungen stellen muss. Der aktuelle Stand der Werkstoffentwicklung, neue Normungs- und Zulassungsverfahren, der Vergleich verschiedener Qualitäten und Werkstoffalternativen bezogen auf die verschiedenen Anwendungsbereiche von nichtrostenden Stählen werden von Fachleuten praxisnah erläutert. Darüber hinaus werden zusätzliche elektrochemische Schutzmaßnahmen vorgestellt, welche die Passivität der Stähle auch unter schwierigen und komplexen Einsatzbedingungen gewährleisten.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Chemische Technologien und Analytik bietet die TVFA – TU Wien spezielle Unterstützung zum Thema Korrosion an. Neben vielfältigen analytischen Methoden und klassischen Korrosions-Untersuchungsverfahren stehen weiters moderne elektrochemische Methoden zur Verfügung.

Korrision
Korrosion ist als Begriff für umgebungsbedingte Werkstoffschädigung allgemein bekannt. Für metallene Werkstoffe ist davon auszugehen, dass dieses Phänomen seit dem Beginn ihrer Nutzung beobachtet wird. Trotzdem treten auch heute noch Korrosionsschäden oft unerwartet auf und seit Jahrzehnten wird das wirtschaftliche Schadenspotential unverändert mit etwa 4% des Bruttosozialproduktes abgeschätzt. Diese mangelnde Lernfähigkeit ist aber nur scheinbar. Einerseits dringen immer neue Werkstoffe in immer andere Anwendungsfelder, zu denen noch keine Anwendungserfahrungen bestehen, andererseits besteht ein genereller Druck zur wirtschaftlichen Optimierung der Maßnahmen zum Schutz vor Korrosion, was tendenziell das Schadensrisiko erhöht. So treten beständig neue Schädigungsarten auf, die damit verbundene Schadensanalyse ist noch keineswegs Routine und ihre Erforschung ist noch lange nicht abgeschlossen.

Details

Nähere Informationen
Ao.Univ. Prof. DI Dr. techn. Paul Linhardt
http://info.tuwien.ac.at/cta/korrosion/