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TU-Wissenschaftler auf Weltwirtschaftsforum in Dalian

Vom 13. bis 16. September 2011 fand in Dalian, China, das Weltwirtschaftsforum statt. Prof. Thorsten Schumm nahm als einziger Vertreter der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) daran teil.

Prof. Thorsten Schumm beim Weltwirtschaftsforum in Dalian

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Prof. Thorsten Schumm beim Weltwirtschaftsforum in Dalian

Prof. Thorsten Schumm beim Weltwirtschaftsforum in Dalian

Prof. Thorsten Schumm beim Weltwirtschaftsforum in Dalian

Junge WissenschaftlerInnen beim Forum

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Junge WissenschaftlerInnen beim Forum

Junge WissenschaftlerInnen beim Forum

Junge WissenschaftlerInnen beim Forum

Bereits zum fünften Mal trafen sich heuer EntscheidungsträgerInnen und PionierInnen aus den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft, Medien und Wissenschaft zum Weltwirtschaftsforum in Dalian, China. Auf dem auch als "Sommer-Davos" bekannten Großereignis diskutierten 2.500 TeilnehmerInnen aus über 90 Staaten über die dringenden Fragen der Weltwirtschaft, Energie, Umweltschutz, Ressourcenverteilung und Zukunftstechnologie. Eröffnet wurde das Forum von Chinas Premier Wen Jiabao, der die Verantwortung des Einzelnen in einer auf vielfältige Weise international vernetzten Welt betonte (Video). In Hinblick auf endliche Ressourcen sei es dabei entscheidend, nach einem starken quantitativen Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern in eine Phase des  "qualitativen Wachstums" überzuleiten, welches allen BewohnerInnenn des Planeten zugutekommen müsse.

Auf Initiative der Globalen Vereinigung der Wissenschaftsakademien IAP war dieses Jahr zum dritten Mal eine Gruppe von 42 jungen WissenschaftlerInnen aus 23 Ländern mit dabei, die in zahlreichen Diskussionsforen und Workshops beispielsweise über Bio-Ethik, Fragen zur Energiegewinnung und Sicherheit und die generelle Wechselwirkung von Wissenschaft und Wirtschaft debattierten. Thorsten Schumm, Quantenphysiker am Atominstitut, vertrat als Mitglied der Jungen Kurie die ÖAW.

Auffallend empfanden die jungen WissenschaftlerInnen die großen Unterschiede in den Beziehungen von Forschung und Business weltweit: Im asiatischen Raum wird Wissenschaft – auch produktferne Grundlagenforschung – deutlich als Motor für Wachstum und Entwicklung gesehen wird und sowohl staatlich als auch privat stark gefördert. Ein Besuch des betriebseigenen Campus des Softwareproduzenten Neusoft verdeutlichte dies nur zu eindrucksvoll. Dagegen beklagten TeilnehmerInnen aus Westeuropa und Nordamerika eine zunehmende beiderseitige Entfremdung von Forschung und Wirtschaft. Ein auf dem Forum initiiertes Partnerprogramm zwischen jungen ForscherInnenn und Jungen Unternehmern (Young Global Leaders) kann eventuell ein erster Schritt zu einer Wieder-Annäherung sein. Über entsprechende Impulse auf nationaler Ebene sollte ebenfalls nachgedacht werden.