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TU Wien geht das Geld aus

Die Studienrichtungsvertretung Techn. Chemie der Hochschülerschaft der TU Wien (HTU) warnt in einer Aussendung, dass ChemiestudentInnen in den Ferien nachholen müssen, was heuer nicht möglich ist.

Dass es an Geld mangelt, ist keine Neuigkeit. Bis jetzt konnte der Lehrbetrieb an der TU Wien aufrechterhalten werden, das ist aber Vergangenheit. Die ersten Lehrveranstaltungen wurden gestrichen. Chemiestudierende müssen heuer ohne Labors durchkommen, nur eine Laborübung für Erstsemestrige kann abgehalten werden!



Zwar hätte mit den Laborübungen noch begonnen werden können, diese jedoch spätestens Ende Oktober auf Grund des Geldmangels wieder einstellen müssen. In diesem Bewusstsein entschloss sich die Universitätsleitung nur das, für Studienanfänger wichtige, "Einführungs-Labor" abzuhalten und alle anderen Labors erst im Jänner und Februar durchzuführen, falls, wie versprochen, den Universitäten mehr Geld zur Verfügung steht. Vermutlich wird die Mehrbudgetierung der Universitäten aber nicht einmal das heurige Finanzloch stopfen können.



 

 

 


"Für uns Chemiker sind also die Ferien gestrichen. Das heißt auch, dass wir zusätzlich eine Monatskarte bezahlen müssen, obwohl viele Studierende im Februar arbeiten wollten, um das Studium zu finanzieren anstatt noch mehr Geld ausgeben zu müssen. Etliche Studierende können Beihilfen und Stipendien verlieren", so die Studienrichtungsvertretung Technische Chemie. "Weiters macht uns auch noch die Gebäudesituation Schwierigkeiten. Versprochene Neubauten wie der Lehartrakt sind noch nicht freigegeben, gleichzeitig ist eine Sanierung des Chemiehochhauses überfällig. Dort könnte aus sicherheitstechnischen Gründen die Lehre jeden Tag eingestellt werden."



Können Lehrveranstaltungen nicht mehr abgehalten werden, bedeutet das eine unzumutbare Studienverzögerung für die Studierenden. In diesem Fall müssten wenigstens die Studiengebühren zurückerstattet werden.



Gabor Sas, Vorsitzender der Hochschülerschaft an der TU Wien (HTU): "Nachdem die Universität bis jetzt alles daran gesetzt hat, die qualitativ hochwertige Lehre zu erhalten und deshalb schon in allen anderen Bereichen gekürzt hat, was zu kürzen war, sprich Investitionen und Neuanstellungen vollkommen eingestellt hat, ist nun auch die Lehre betroffen. So kann es nicht weitergehen. Wir fordern alle Beteiligten auf, die Finanzmisere an den Universitäten zu beenden, bevor es zu spät ist."



Quelle, Rückfragen:

Hochschülerschaft der TU Wien (HTU)

Gabor Sas

+ 43 664787 0 838

Studienvertretung Technische Chemie

Manuel Schwabl

+43 650600 0 625

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Letzte Änderung am 01.10.2003

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