News

TU-Studierende erhalten Exzellenz-Auslandsstipendien 2014

Am 2. September erhielten zum vierten Mal 13 Studierende und junge WissenschaftlerInnen je 10.000 Euro für ihre Aufenthalte an den renommiertesten Unis und Forschungsinstituten dieser Welt. Unter den Ausgezeichneten waren auch drei Studenten der TU Wien.

Andreas Nagl

1/3 Bilder

Andreas Nagl

Andreas Nagl

Andreas Nagl

Thomas Knoblinger

1/3 Bilder

Thomas Knoblinger

Thomas Knoblinger

Thomas Knoblinger

Martin Priessner

1/3 Bilder

Martin Priessner

Martin Priessner

Martin Priessner

Die StipendiatInnen wurden am Dienstag, 2. September 2014 an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt vorgestellt. Unter den sechs weiblichen und sieben männlichen Ausgezeichneten befanden sich auch drei Studenten der TU Wien.

Andreas Nagl kommt aus Oberösterreich und absolviert derzeit das Masterstudium Technische Chemie mit Schwerpunkt angewandte physikalische und analytische Chemie. Der geplante Auslandsaufenthalt wird an die UMCG (University Medical Center Groningen) der Rijksuniversiteit Groningen (NL) führen und soll im Jänner 2015 starten. Innerhalb von sechs Monaten soll dort die Masterthese entstehen.
Konkret gearbeitet wird an "Diamond Magnetometry an biologischen Proben" (z.B. Krebszellen). Diamant-Nanopartikel sollen so modifiziert und charakterisiert werden, dass diese möglichst gut von Zellen aufgenommen werden. Durch chemische Oberflächenmodifikation kann beeinflusst werden, wohin die Partikel in der Zelle wandern bzw. können Antikörper genau platziert werden. Ziel ist ein besserer Einblick in den Stoffwechsel von Zellen um z.B. die Reaktion auf Wirkstoffe besser nachvollziehen zu können.

Betreuer der Masterthese: Prof. Bernhard Lendl

Ebenfalls aus Oberösterreich stammt der Maschinenbauer Thomas Knoblinger. Nachdem im Masterstudium alle Lehrveranstaltungen bis auf die Diplomarbeit absolviert sind, ist die University of California, San Diego (US) nächstes Ziel. Ab 1.Oktober 2014 ist ein fünf- bis sechsmonatiger Aufenthalt am "Department Mechanical and Aerospace Engineering" der Jacobs School of Engineering geplant. Das konkrete Projekt betrifft die Verbrennungsforschung von Biokraftstoffen. Aufgrund der strengen Abgasgesetzgebung in Kalifornien ist die UCSD international sehr angesehen auf diesem Gebiet, eine Forschungskooperation mit der TU Wien besteht seit Jahren. Im aktuellen Projekt werden Phänomene wie Selbstzündung und Auslöschung untersucht. Die Ergebnisse und der Vergleich mit denen konventioneller Kraftstoffe geben Aufschluss über die Verwendbarkeit. Von dieser Grundlagenforschung können langfristig alle Erzeuger von alternativen Kraftstoffen profitieren.

Betreuer der Masterthese: Prof. Ernst Pucher

Nach Tokio bzw. an die "School of Engineering – The University of Tokyo" geht es für den Kärntner Martin Priessner. Der Synthesechemiker plant die sechs Monate für die Erstellung seiner Diplomarbeit zu nutzen. Vorläufiger Inhalt ist die "Synthese neuer Phthalocyanin Komplexe für die Anwendung in der modernen Krebstherapie und zur quantitativen Detektion von Ascorbinsäure in Organismen". Phthalocyanin-Derivate kommen zum Beispiel in der Photodynamischen Therapie zum Einsatz die gezielte Tumorbehandlungen ermöglicht. Auch dieses Thema gehört zur Grundlagenforschung und ist in Österreich noch kaum erforscht. Priessner will die Chance nutzen und das gewonnene Know-how in Österreich womöglich noch in einer Doktoratsarbeit vertiefen.

Betreuer der Masterthese: Prof. Wolfgang Linert

Exzellenz-Auslandsstipendien
Die Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer vergaben zum bereits vierten Mal die mit je 10.000 Euro dotierten Stipendien. Die Jury bewertete die Einreichungen nach folgenden Kriterien:

  • zu 30 Prozent die Bedeutung der Forschungsarbeit für die österreichische Wirtschaft,
  • zu 50 Prozent die Exzellenz (Neuheit, Komplexität, Form)
  • zu 20 Prozent der Studienerfolg.

Die Ausgezeichneten mussten mindestens über einen Bachelorabschluss verfügen, höchstens 30 Jahre alt sein und mindestens sechs Monate im Ausland bleiben. Die StipendiatInnen kamen diesmal ausschließlich aus den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik).