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TU-Frauenpreis 2019 für Susanna Zapreva

TU-Frauenpreisträgerin 2019 Dr. Susanna Zapreva (links) und TU Wien Rektorin Sabine Seidler. 1/5 Bilder

TU-Frauenpreisträgerin 2019 Dr. Susanna Zapreva (links) und TU Wien Rektorin Sabine Seidler.

Landesvorsitzende "Frau in der Wirtschaft" der WKW Martina Denich-Kobula, Dr. Susanna Zapreva, emer. Prof. Günther Brauner, Rektorin Sabine Seidler (v.l.n.r.) 1/5 Bilder

Landesvorsitzende "Frau in der Wirtschaft" der WKW Martina Denich-Kobula, Dr. Susanna Zapreva, emer. Prof. Günther Brauner, Rektorin Sabine Seidler (v.l.n.r.)

TU Wien Rektorin Sabine Seidler übergibt den TU-Frauenpreis 2019 an Dr. Susanna Zapreva. 1/5 Bilder

TU Wien Rektorin Sabine Seidler übergibt den TU-Frauenpreis 2019 an Dr. Susanna Zapreva.

Dr. Susanna Zapreva bei ihrer Dankesrede. 1/5 Bilder

Dr. Susanna Zapreva bei ihrer Dankesrede.

Die TU-Frauenpreis-Skulptur wurde dieses Jahr mittels additiver Fertigung am Institut für Werkstoffwissenschaften und Werkstofftechnologie der TU Wien hergestellt. 1/5 Bilder

Die TU-Frauenpreis-Skulptur wurde dieses Jahr mittels additiver Fertigung am Institut für Werkstoffwissenschaften und Werkstofftechnologie der TU Wien hergestellt.

Das Bild der Technik bzw. der TU Wien ist auch 2019 noch immer geprägt vom Klischee der Männerdomäne. Um dem entgegenzuwirken, vergibt die TU Wien seit 2015 den TU-Frauenpreis. "Es gibt viele erfolgreiche Frauen im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich mit tollen Karrieren und Projekten. Trotzdem hält sich das Bild der männerdominierten Technik. Deshalb holen wir unsere Absolventinnen vor den Vorhang. Wir wollen zeigen, was Frauen leisten, und die nächsten Generationen an Technikerinnen inspirieren", beschreibt Anna Steiger, Vizerektorin für Personal und Gender das Ziel des Preises.

Die Verleihung des vierten TU-Frauenpreises fand im Konferenzraum TUtheSky am Campus Getreidemarkt statt. Nach der Begrüßung durch Brigitte Ratzer, Leiterin der Abteilung Genderkompetenz, gratulierte Dr. Magarete Schramböck, Bundesministerin für Wirtschaftsstandort und Digitalisierung der Preisträgerin in einer Videogrußbotschaft. Die Bundesministerin hob darin auch das Jubiläum "100 Jahre Technikstudium für Frauen" hervor, das mit bis dato 15.000 Absolventinnen eine Kleinstadt an hochqualifizierten Technikerinnen hervorgebracht hat.

Günther Brauner, emeritierter Professor am Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe (Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik) und Doktorvater von Dr. Zapreva betonte in seiner Laudatio die innovativen Ansätze der Preisträgerin - Risiko sei in der Wissenschaft der Weg zu Neuerungen. Als Top-Managerin gelte es aber auch strategisch zu denken und risikoarm die Innovationskraft zu erhalten. "Hohe Einsatzbereitschaft und hervorragende Problemlösungskompetenz zeichnen Susanna Zapreva aus", weshalb der Frauenpreis 2019 hochverdient sei.

Preisträgerin Susanna Zapreva

Der vierte TU-Frauenpreis geht an die gebürtige Wienerin Susanna Zapreva, Vorstandsvorsitzende der enercity AG (Hannover).

Das Diplom- und Doktoratsstudium Elektrotechnik absolvierte sie an der TU Wien. Darüber hinaus schloss Frau Dr. Zapreva ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der WU Wien und an der University of South Australia in Adelaide ab. Sie startete ihre Karriere als Universitätsassistentin am Institut für Elektrische Anlagen der TU Wien, parallel war sie in der Beratungsbranche für Energieunternehmen tätig. 2001 wechselte Zapreva zur Wienstrom GmbH, wo sie verschiedene Abteilungen und Geschäftsfelder leitete. Von 2009 bis zu ihrem Wechsel zur enercity AG im März 2016 war Dr. Susanna Zapreva Geschäftsführerin der Wien Energie GmbH und hatte einige Aufsichtsrats- und Beiratsfunktionen inne.

Susanna Zapreva ist als herausragende Expertin in ihrem Fachgebiet mit umfangreichen Erfahrungen verdiente Preisträgerin des TU Wien Frauenpreises 2019. "Ich nehme diesen Preis mit großer Freude an und bedanke mich bei der TU Wien herzlich - auch für die schönen Jahre, in denen ich hier Elektrotechnik studiert und mein Doktoratsstudium absolviert habe. Das war eine tolle Zeit. Ich hatte das Glück, engagierten Studierenden und Lehrenden zu begegnen, die mich und meinen Weg stark positiv geprägt haben. Ich denke gerne an diese Zeit zurück und bin dankbar, dass die Menschen in dieser Institution mir ein Stück ihrer Leidenschaft für Technik, die Fähigkeit komplexe Systeme zu durchdringen und die Ausdauer mitgegeben haben. Diese Eigenschaften sind es, die für meinen Karriereweg entscheidend waren."

Der TU-Frauenpreis

Seit 2015 zeichnet die TU Wien Absolventinnen aus, die in ihrem Berufsleben Projekte und Aufgaben durchgeführt haben, die von besonderer gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und/oder wissenschaftlicher Relevanz sind. Die Karriereoptionen eines technisch-naturwissenschaftlichen Studiums werden durch die individuellen Berufsbiografien greifbar. Die nominierten Frauen geben Berufsbildern ein Gesicht und sind Schülerinnen und Studentinnen Inspiration für die eigene Berufsplanung.

Die Preisträgerin wurde von einer hochkarätigen Jury aus Politik und Wirtschaft - Marion Gebhardt, Leiterin MA57, Martina Denich-Kobula, Landesvorsitzende "Frau in der Wirtschaft" Wien, Georg Kapsch, Präsident der Industriellenvereinigung, Anna Steiger, TUW-Vizerektorin für Personal und Gender - ausgewählt. Dass Susanna Zapreva in einer Studienrichtung mit besonders niedrigem Frauenanteil mit Auszeichnung promovierte und sich in ihrem Berufsfeld, der Energiewirtschaft, zudem durch innovative und zukunftsweisende Veröffentlichungen und Konferenzbeiträge auszeichnet, waren Teil der Jurybegründung.

Die Preis-Skulptur

Der Entwurf der Preis-Skulptur stammt von Helene Schauer, Architekturstudentin an der TU Wien. 2019 wurde die Skulptur mittels additiver Fertigung am Institut für Werkstoffwissenschaften und Werkstofftechnologie von Thaddäa Rath hergestellt. Lichtaushärtbarer Kunststoff gefüllt mit Kalziumphosphat wurde in 100 μm Schichten durch Belichtung mit einem Laser aufgebaut. Auf Grund des vorhandenen Überhangs wurde die Skulptur in zwei Teilen gedruckt und diese anschließend verklebt. Das Material wurde in der Zusammensetzung und Farbe Elfenbein nachempfunden und soll in weiterer Folge auch als Ersatzmaterial dafür dienen.
 

100 Jahre Technikstudium für Frauen

Der TU-Frauenpreis 2019 ist Teil des Jubiläumsjahrs "100 Jahre Technikstudium für Frauen an der TU Wien". Erst mit einem Erlass 1919 öffneten sich die Hörsaal- und Labortüren für Frauen und ihre technisch-naturwissenschaftlichen Karrieren: Das feiert die TU Wien 2019 unter dem Motto "Die Technik ist weiblich".

Das Jubiläumsjahr wird unterstützt von den Platinsponsoren ÖBB-Konzern, Verbund, Wiener
Stadtwerke
, sowie den Sponsoren AMAG, Lukoil und Der Standard und einer Spende der Firma
Klöckner. Als Förderer des Jubiläumsjahrs und speziell des TU-Frauenpreises agiert die Berndorf Privatstiftung.

Die Technik feiert, feiern Sie mit! Das Jubiläumsprogramm finden Sie unterhttp://dietechnik.at

Bilderdownload:https://www.tuwien.ac.at/dle/pr/aktuelles/downloads/2019/frauenpreis2019 

Rückfragehinweis:
DI Dr. Brigitte Ratzer
Abteilung Genderkompetenz
Technische Universität Wien
Karlsplatz 13, 1040 Wien
T +43-1-58801-43400
brigitte.ratzer@tuwien.ac.at

Aussender:
Herbert Kreuzeder, MA
PR und Marketing
Technische Universität Wien
Resselgasse 3, 1040 Wien
T +43-1-58801-41023
herbert.kreuzeder@tuwien.ac.at