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TU barrierefrei

Mit dem Studien-Support steht allen TU-Studierenden mit Behinderung eine kompetente Servicestelle zur Verfügung. Was konkret angeboten wird, wie man zu Unterstützung kommt und vieles mehr erklärt Leiterin Magdalena Fuhrmann-Ehn im Interview.

Das TU barrierefrei-Team: Gerhard Neustätter, Magdalena Fuhrmann-Ehn

Das TU barrierefrei-Team: Gerhard Neustätter, Magdalena Fuhrmann-Ehn

Das TU barrierefrei-Team: Gerhard Neustätter, Magdalena Fuhrmann-Ehn

Das TU barrierefrei-Team: Gerhard Neustätter, Magdalena Fuhrmann-Ehn

Die TU Wien bietet mit der Behindertenbeauftragten seit 1997 eine Servicestelle für Studierende, die sich zum Personenkreis der behinderten und chronisch kranken Studierenden zählen oder in einer anderen Form in ihrem Studium beeinträchtigt sind. Zielgruppe sind neben direkt betroffenen Studierenden auch Studieninteressierte, TU-MitarbeiterInnen allgemein und Lehrende speziell. Die Leiterin des Studiensupports Magdalena Fuhrmann-Ehn (MFE) im Interview zu Aufgaben, Angebot und Alltag in ihrem Bereich:

Was ist die konkrete Aufgabe des Studiensupports?
MFE: Vorrangiges Ziel des Studiensupports ist es, allen Studierenden der TU Wien einen gleichberechtigten Studienzugang zu ermöglichen. Natürlich haben auch Studierende mit Behinderungen die gleichen Voraussetzungen zu erfüllen wie alle anderen TU-Studierenden auch. Dort wo sich behinderungsbedingt Barrieren ergeben, wird durch unsere Beratung und Unterstützung ein Ausgleich geschaffen bzw. versucht die Barrieren zu beseitigen.

Wer kann sich melden? Wann macht es Sinn, Sie zu kontaktieren?
MFE: Prinzipiell sollen und können sich alle Studierenden melden, die sich in irgendeiner Form mit einer Beeinträchtigung auseinandersetzen müssen. Das reicht von „klassischen“ Behinderungen, gesundheitlichen Problemen bis zu Lernproblemen oder psychischen Erkrankungen.
Gerade nicht sichtbare Beeinträchtigungen werden oft als besonders belastend empfunden. Von den ca. 12 Prozent beeinträchtigter TU-Studierender sind aber zwei Drittel davon betroffen. Schwerhörigkeit ist eines der verbreitetsten Probleme.

Melden kann man sich jederzeit, idealerweise schon vor Studienbeginn. Wir bieten individuelle Beratung und können je nach Situation nach Unterstützungsmöglichkeiten im Studienalltag suchen. Vor dem Studium abzuklären, ob und wie auf spezielle Bedürfnisse eingegangen werden kann, wäre der Idealfall. Wir sind natürlich aber auch bei akuten Anlässen erreichbar.

Wie genau kommt man dann zu Ihnen? Wo ist der Studiensupport zuhause?
MFE: Zum einen haben wir fixe Sprechstunden, jeweils Montag von 14.00 bis 16.00 Uhr und Donnerstag zwischen 10.00 und 12.00 Uhr. Hier kann man ohne Voranmeldung vorbeikommen. Leider wird diese Möglichkeit nur selten genutzt und wir bekommen viele Spontanbesuche. Beratungen außerhalb der vorgesehenen Zeiten sind aufwändig für das Zeitmanagement, wir versuchen aber den Studierenden soweit möglich auch hier entgegenzukommen.
Telefon und Mail bzw. die Website www.tuwien.ac.at/barrierefrei/ sind unsere Hauptinfokanäle.

Zuhause ist der Studiensupport geistig auf der ganzen Universität. Mein Büro und damit der Ort der Beratungen sind in der TU-Bibliothek untergebracht. Und zwar ganz bewusst. Die Bibliothek ist ein wichtiger und neutraler Ort an einer Universität, der Zugang niederschwellig. Wir wollen Studierenden die Möglichkeit bieten sich zu informieren ohne sich zu „outen“. Ganz wichtig ist hierbei auch, dass die Einzelperson entscheidet wie weit die mögliche Unterstützung gehen soll.

Wie sieht die konkrete Alltagsunterstützung für Studierende aus?
MFE: Im Beratungsgespräch wird gemeinsam versucht das konkrete Hindernis einzugrenzen und eine Lösung zu finden. Patentlösungen kann man in diesem Bereich nicht anbieten, das ist klar. Es steht die einzelne Person im Fokus und wie wir ihren Studienalltag unterstützen können.
Einerseits haben wir unsere Standards wie den VIP-Arbeitsplatz (Vision Impaired Persons) oder höhenverstellbare Tische für Personen mit Bewegungseinschränkung. Unsere TutorInnen oder das Projekt GESTU (Gehörlos erfolgreich studieren) sind ebenfalls etablierte Bausteine.
Andererseits sind wir auch in ein breites Netzwerk eingebunden und können weiterführende Kontakte herstellen. Wir können nur den Support fürs Studium anbieten, aber auch an die richtigen Leute darüber hinaus verweisen.
Zusammengefasst soll die jeweilige Einzelsituation optimal unterstützt werden, indem man gemeinsam an der Entwicklung arbeitet.

TU barrierefrei
Hauptbibliothek der TU Wien (Gebäude mit der Eule)
1040, Resselgasse 4, 4. Stock
Die Räumlichkeiten sind barrierefrei zugänglich.
fuhrmann-ehn@tuwien.ac.at
http://www.tuwien.ac.at/barrierefrei

Foto: © Raimund Appel