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Stadtplaner und TU-Professor Rudolf Wurzer ist tot

Rudolf Wurzer verstarb am 03.09.2004 im Alter von 84 Jahren. Er zählte zu den bekanntesten Städteplanern unserer Zeit und erhielt für seine Leistungen, zu denen unter anderem die Neugestaltung des Wiener Karlsplatzes gehört, zahlreiche Auszeichnungen. Nach ihm ist auch der Rudolf-Wurzer-Preis benannt, der seit 2001 alle 2 Jahre vergeben und mit ? 5000 von der Stadt Wien finanziert wird.

Rudolf Wurzer wurde am 3. Mai 1920 in Mörtschach bei Heiligenblut in Kärnten geboren. Nach seinem Studium der Architektur war Wurzer zunächst Leiter der Abteilung "Landesplanung" beim Amt der Kärntner Landesregierung. 1954 habilitierte er an der TU Wien (damals noch Technische Hochschule Wien) für die Fachgebiete "Städtebau und Landesplanung" und wurde 1959 zum Ordinarius für Städtebau, Raumplanung und Raumordnung ernannt. In den Jahren 1968 - 1970 war Wurzer Rektor der TU Wien.

 

1976 wurde er zum amtsführenden Stadtrat für die Verwaltungsgruppe "Stadtplanung" gewählt. Zu seinen wichtigsten Maßnahmen in dieser Funktion zählen unter anderem die Neugestaltung des Karlsplatzes, der Abschluss der Planung des Donaubereiches Wien und mit ihr die Verwirklichung des totalen Hochwasserschutzes in Form des Entlastungsgerinnes und der Donauinsel sowie die Planung für das UNO-Konferenzzentrum und der Neubau der Reichsbrücke.

 

1980 wurde Wurzer zum ständigen Mitglied des Denkmalbeirates beim Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung sowie zum Ehren-Vizepräsident der "Internationalen Federation for Housing an Planning in Den Haag" ernannt. Als Professor der Technischen Universität Wien wurde Wurzer mit Ende September 1990 emeritiert.

 

Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen unter anderem die Verleihung des "Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich", des "Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich" sowie die Ehrendoktorate der Technischen Universität Budapest und der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar. Wurzer ist weiters Inhaber der "Prechtl-Medaille". Diese von der TU Wien vergebene Auszeichnung wird seit 1950 an Personen verliehen, die sich um die technischen Wissenschaften, um die Förderung der Studierenden oder um die Technische Universität Wien besonders verdient gemacht haben. 1984 wurde er mit dem "Titel eines Bürgers der Stadt" ausgezeichnet.