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Sonnige Aussichten

Am 15. und 16. Mai findet in Österreich der Tag der Sonne mit circa 400 Informationsveranstaltungen rund um die saubere Energie statt. Welche Innovationen es in Sachen Solartechnik an der Technischen Universität (TU) Wien gibt, zeigt eine neue Konzentrator-Solarzelle, die erstmals eine günstigere Form von Solarstrom ermöglicht.

Koronaler Masseauswurf © http://www.sec.noaa.gov/primer/primer.html

Koronaler Masseauswurf © http://www.sec.noaa.gov/primer/primer.html

Koronaler Masseauswurf

Koronaler Masseauswurf

Wien (TU). – Hinter dem Namen „Heliotube“ verbirgt sich eine neuartige Konzentrator-Solarzelle, die mit dem Parabolspiegeleffekt funktioniert. In die Forschungsarbeit, die Teil eines „Innovativen Projektes“ ist und unter anderem auch von der EU gefördert wird, sind das Institut für Thermodynamik und Energiewandlung und das Atominstitut der Österreichischen Universitäten involviert. „Mit dieser neuen Solarzelle auf Silizium-Halbleiterbasis wird es erstmals möglich sein, Solarstrom ähnlich günstig wie herkömmlichen Strom aus Großkraftwerken zu produzieren. Mittels eines durchsichtigen Schlauches kann das Sonnenlicht um das 30 bis 100fache konzentriert werden“, sagt Professor Summhammer vom Atominstitut.

Dieser durchsichtige Schlauch weist die Form eines langgestreckten Luftballons auf, der an der Unterseite verspiegelt ist. Das Licht fällt seitlich ein und wird wie bei einem Parabolspiegel zurückgeworfen, bevor es auf die Solarzelle auftrifft. „Es wird nicht großflächig fokussiert, sondern auf eine Linie. Mit Hilfe von Variationen des Drucks kann das Licht konzentriert werden. Darüber hinaus kann man so teures Halbleitermaterial für die Solarzelle einsparen“, erklärt Summhammer. Gemeinsam mit seinem Kollegen Professor Karl Ponweiser vom Institut für Thermodynamik und Energiewandlung werden bestehende Silizium-Solar-Halbleiterzellen für die neuartigen Konzentrationen von Sonnenlicht adaptiert. Die Thermodynamiker arbeiten an der Kühlung für die Solarzelle.

Passend zum Thema hat die TU Wien im Dezember 2008 den Grundstein zum Forschungszentrum „Energie und Umwelt“ gelegt und ist kompetente Ansprechpartnerin für Energiefragen der Zukunft. Das fakultätsübergreifende Forschungszentrum bündelt Kompetenzen und bietet ganzheitliche und interdisziplinäre Lösungsansätze u.a. zu den Themen „Nachhaltige Energieerzeugung, -speicherung und –verteilung“, „Nachhaltige und emissionsarme Mobilität“ und „Energieaktive Siedlungen und Infrastrukturen“. Solare Energietechnik ist ein wichtiger Forschungszweig und erstreckt sich von Energiegewinnung bei Gebäuden bis zu Photovoltaik-Großkraftwerken.

Weiterführende Information zum Forschungszentrum „Energie und Umwelt“ finden Sie unter dem Link: http://energiewelten.tuwien.ac.at/

Rückfragehinweis:
Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Johann Summhammer
Atominstitut der Österreichischen Universitäten                         
Technische Universität Wien
Stadionallee 2 // 141, 1020 Wien
T +43/1/58801 – 14127
F +43/1/58801 - 14199
E summhammer@ati.ac.at

Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Karl Ponweiser
Institut für Thermodynamik und Energiewandlung  
Technische Universität Wien
Getreidemarkt 9 // 302, 1060 Wien
T +43/1/58801 – 30210
F +43/1/58801 – 30299
E karl.ponweiser@tuwien.ac.at

Aussender:
Mag. Daniela Hallegger
TU Wien - PR und Kommunikation
Operngasse 11/E011, A-1040 Wien
T +43-1-58801-41027
F +43-1-58801-41093
E daniela.hallegger@tuwien.ac.at
http://www.tuwien.ac.at/pr