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Sommerhitze am Arbeitsplatz

So angenehm die Sommerhitze im Badeurlaub ist, so unangenehm kann sie oft für unsere Arbeit sein: wenn sich Bauten aufheizen, die Wärme sich staut, und körperlich anstrengende Arbeiten ausgeführt werden müssen.

Was passiert beim Schwitzen?

Durch Schwitzen verliert der Körper Flüssigkeit und der Elektrolythaushalt gerät ins Ungleichgewicht. Kopfschmerzen, vorzeitige Ermüdung, Konzentrationsmängel, Atemprobleme, Blutdruckabfall bis hin zum Hitzekollaps können die Folge sein.

Wie warm darf es sein?

Eine gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur verlangt der § 28 der Arbeitsstättenverordnung für neue Arbeitsstätten (nicht für Altgebäude) und schreibt je nach körperlicher Belastung Temperaturen zwischen 12° und 25° C vor. Fachleute sprechen vom Komfortbereich der Raumtemperaturen: bei über-wiegend sitzender Tätigkeit sind dies beispielsweise 21°C bis 23°C, bei hohen Außentemperaturen bis zu 26°C.  Wenn körperlich gearbeitet wird, liegt der Komfortbereich niedriger.

Was kann getan werden, um die Raumtemperaturen erträglich zu machen?

Der Gesetzgeber schreibt nicht vor, dass Klimaanlagen eingebaut oder zur Verfügung gestellt werden müssen oder sollten. Je nach Situation und Gebäude kann über individuelle Lösungen (Isolierung, Beschattung, Jalousien etc.) nachgedacht werden. Ventilatoren können auch die gefühlte Temperatur reduzieren. Zugluft ist jedoch zu vermeiden!

Weiters kann ein gewisser Ausgleich zu der Hitzebelastung durch sog. Ersatzmaßnahmen erreicht werden.

• nächtliche Lüftung, oder frühmorgens

• häufigere Pausen

• Pausen nicht in der Sonne verbringen

• kühle Getränke nicht eiskalt! (ungesüßten Kräutertee, verdünnte Fruchtsäfte, Wasser)

• bei körperlicher Arbeit: Arbeitstempo anpassen

• Kein Kaffee, Schwarztee

• Kein Alkohol

Auch die innere Einstellung hilft uns etwas besser mit der Wärme klarzukommen.

Wir sollten uns doch auch freuen, dass der langersehnte Sommer endlich da ist. Und nach der Arbeit uns im Wasser abkühlen.