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Schlüsselqualifikation: Soziale Kompetenz als Herausforderung an der TU Wien

Potenzial und Entwicklungsoptionen auf allen Ebenen

Copyright: AKG

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In Debatten und Aufnahmegesprächen für Koordinations- und Führungsaufgaben an der TU Wien wird in den letzten Jahren verstärkt Soziale Kompetenz beachtet. Dabei soll sichergestellt werden, dass die Verantwortlichen an der TU Wien ein umfassendes Vermögen mitbringen, zielführend Kooperation der Beschäftigten und Studierenden zu fördern und zu leiten. Zugleich sind bei sozialer Kompetenz in Jobanforderungen „Flexibilität“, „Belastbarkeit“ und „gutes Auftreten“ ein wesentliches Kriterium für alle Studierenden und Beschäftigten in weniger exponierten Positionen.   

Zusammengefasst kann vorausgeschickt werden:

Soziale Kompetenz gilt als Schlüsselkompetenz, um Kompetenzen, Qualifikationen und Fertigkeiten umzusetzen. Anlass zur Thematisierung sozialer Kompetenz geben nicht zuletzt die – mittlerweile vielfältigen – Diversity Days weltweit und innerhalb Europas, eine Auswahl:
18. April Diversity Day der FH OÖ
22.-29. April österreichische Integrationswoche
21. Mai Internationaler Tag der kulturellen Diversität der UN
24. Mai Diversitätstag der FH St. Pölten
6. Juni Diversitätstag in Deutschland

 

Potenzial und Entwicklungsoptionen auf allen Ebenen

Die Schlagworte der sozialen, soften oder interaktiven „Skills“ beziehen sich auf Detail-Kompetenzen, auf Fertigkeiten etwa im kommunikativen, wahrnehmungsbezogenen, einschätzungs- oder verhaltensrelevanten Tun, die im Einzelnen erlernt, trainiert oder verbessert werden können. Dafür geben (Selbst-)Trainingsprogramme als Workshops, Bücher oder digital vielfache Anregungen:

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Vermittlungsfähigkeit
  • Genderkompetenz
  • Diversity Kompetenz
  • Verwaltungsverständnis
  • logistisches Verständnis
  • Anwendung von (Forschungs-)Logik auf Prozessplanungen
  • und vieles mehr

Solche Führungs- bzw. Managementfähigkeiten werden oft als Vermögen verstanden, Menschen gut einschätzen, einteilen und motivieren zu können. Zugleich und darüber hinaus braucht es immer und auch in nichtleitenden Positionen die Kompetenz, auf Menschen verstehend eingehen zu können und ihre individuellen Potenziale so anzusprechen, dass sie sowohl dem einzelnen Arbeitsbereich und der TU insgesamt als auch den Beschäftigten und Studierenden selbst sowie der Allgemeinheit dienen.

Auch daher ist das Thema Soziale Kompetenz letztlich für alle im Berufsleben wichtig: Die oben begonnene Liste von Teilfähigkeiten gilt für alle Hierarchie- und Fachbereiche gleichermaßen: Die Verantwortung und das Selbstmanagement im Alltag beginnt spätestens beim Umgang mit E-Mails oder Daten und endet frühestens dort, wo andere oder Vorgesetzte Entscheidungen zu treffen haben bzw. treffen. Auch Zeitfaktoren spielen in allen Handlungsabläufen eine wesentliche Rolle. Daher ist es eine hohe soziale Kompetenz, Zeitabläufe und Zeitrelevanzen anderer im Arbeitsbereich erkennen zu können und mit zu berücksichtigen. Dieses Beispiel kommt im Alltag vieler Koordinierender häufig vor – es zeigt, wie verschiedene Aspekte sozialer Kompetenz ineinander spielen, etwa Emotionale Intelligenz, kommunikative Klarheit und Stimmigkeit, Zeitmanagement- Virtuosität.

Nutzungs-Perspektive

Als Universität mit intensiven Kooperationsbeziehungen in andere Bereiche der Gesellschaft ist das Motto der TU Wien „Technik für Menschen“ auch auf die kommunikativen alltäglichen Techniken des Umgangs miteinander anwendbar: Diskussionen über (inter-)kulturelle Kommunikation oder Projektleitungskompetenzen, über „Diversity Management“ und „Smart Futures“ können ebenso hilfreich sein wie Ansprüche an Gender- und Diversity Kompetenz, um das eigene und gemeinsame Verständnis für, von und in sozialen Kompetenzen zu erweitern.

Kontakt:
Margit.Pohl@tuwien.ac.at