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Sag, Roboter, wie siehst du das?

Maschinen, die selbstständig verstehen und erkennen, stehen im Mittelpunkt einer Fachtagung an der TU Wien.

Roboter, die sehen, erkennen und verstehen: Der TU-Roboter James (links) und ein Nao-Fußballroboter

Roboter, die sehen, erkennen und verstehen: Der TU-Roboter James (links) und ein Nao-Fußballroboter

Roboter, die sehen, erkennen und verstehen: Der TU-Roboter James (links) und ein Nao-Fußballroboter

Roboter, die sehen, erkennen und verstehen: Der TU-Roboter James (links) und ein Nao-Fußballroboter

Arbeiten, wo andere nicht hinkommen: Roboter in einer Abwasserleitung

Arbeiten, wo andere nicht hinkommen: Roboter in einer Abwasserleitung

Arbeiten, wo andere nicht hinkommen: Roboter in einer Abwasserleitung

Arbeiten, wo andere nicht hinkommen: Roboter in einer Abwasserleitung

Wenn eine Maschine brav und ohne Fehler die Regeln ausführt, die ihr einprogrammiert wurden, ist das gut. Wenn sie aber dazulernt, Objekte und Situationen erkennt und flexibel auf die Umwelt reagiert, dann ist das noch viel besser. Intensiv wird heute an Computersystemen geforscht, die wahrnehmen, verstehen und selbstständig handeln. Auch an der TU Wien konnten in diesem Bereich große Erfolge erzielt werden – etwa der „Roboterbutler James“ von Professor Markus Vincze und seinem Team am Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik (Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik). Am 22. und 23. Februar fand an der TU Wien eine zweitägige Konferenz zum Thema „Cognitive Systems“ statt – organisiert von Markus Vince und Brigitte Krenn.

EU-Geld für intelligentere Roboter
„Cognitive Systems“ ist eines der sieben Themen der EU-Förderschiene „Information Society“. Alle zwei Jahre treffen sich Forschergruppen aus Europa und der ganzen Welt, um Ideen und Informationen über die neuesten Entwicklungen auszutauschen. Selbstständig agierende Roboter sollen in Zukunft nicht nur praktische Alltagshelfer werden, sondern auch in besonders gefährlichen Situationen Aufgaben erledigen, die man Menschen lieber nicht zumuten würde – zum Beispiel bei Brandeinsätzen oder in engen Kanalschächten. Zum ersten Mal fand diese Konferenz („CogSys 2012“) nun in Wien statt. Ein breites Spektrum von Forschungsthemen war bei der Konferenz vertreten – von Grundlagenforschung bis zu sehr angewandter Technologie.

Sehen mit Computeraugen
Eines der wichtigsten Themen in diesem Bereich ist die Entwicklung von visuellen Systemen: Roboter sollen ihre Umwelt optisch über Kameras aufnehmen und interpretieren lernen. So kann etwa ein Roboter-Greifarm dazu gebracht werden, sich zielgenau auf ein Objekt hinzubewegen und es aufzuheben. Was für Lebewesen kein Problem ist, stellt für Maschinen noch immer eine große Herausforderung dar. „Gerade an der TU Wien wird in diesem Bereich viel geforscht“, sagt Markus Vincze. Auch Spracherkennung spielt eine wichtige Rolle – und, ganz allgemein, das große Gebiet der künstlichen Intelligenz.

Rasante Entwicklung
Dass einige dieser Entwicklungen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten unseren Alltag deutlich verändern könnten, hält Markus Vincze für sehr wahrscheinlich. Auf welche Weise das geschehen soll, will er heute aber noch nicht prognostizieren. „Robotik boomt“, meint er, „der Forschungsbereich ändert sich so schnell, dass man kaum sagen kann, wohin die Entwicklung geht.“


Web-Nachlese: CogSys 2012: http://cogsys2012.acin.tuwien.ac.at/index.html

EU-Projekt Cordis:http://cordis.europa.eu/fp7/ict/cognition/home_en.html