News

Roboter sind nicht bloß Spielzeug

„Robots in Architecture“ – ein Spin-Off der TU Wien – bringt Robotern ganz neue Fähigkeiten bei. An der TU Wien wurden Roboter nun zu Graffitikünstlern.

Roboter als Graffitikünstler [1]

1/5 Bilder

Roboter als Graffitikünstler [1]

Roboter als Graffitikünstler [1]

Roboter als Graffitikünstler [1]

FußgängerInnen blieben immer wieder stehen... [2]

1/5 Bilder

FußgängerInnen blieben immer wieder stehen... [2]

FußgängerInnen blieben immer wieder stehen... [2]

FußgängerInnen blieben immer wieder stehen... [2]

... um den Robotern bei der "Arbeit" zuzusehen. [3]

1/5 Bilder

... um den Robotern bei der "Arbeit" zuzusehen. [3]

... um den Robotern bei der "Arbeit" zuzusehen. [3]

... um den Robotern bei der "Arbeit" zuzusehen. [3]

v.l.n.r.: Friederike Findler (Absolut), Sigrid Brell-Cokcan (Robots in Architecture), Johannes Braumann (Robots in Architecture) [4]

1/5 Bilder

v.l.n.r.: Friederike Findler (Absolut), Sigrid Brell-Cokcan (Robots in Architecture), Johannes Braumann (Robots in Architecture) [4]

v.l.n.r.: Friederike Findler (Absolut), Sigrid Brell-Cokcan (Robots in Architecture), Johannes Braumann (Robots in Architecture) [4]

v.l.n.r.: Friederike Findler (Absolut), Sigrid Brell-Cokcan (Robots in Architecture), Johannes Braumann (Robots in Architecture) [4]

ABSOLUT Vodka führte Wissenschaft und Kunst zusammen [5]

1/5 Bilder

ABSOLUT Vodka führte Wissenschaft und Kunst zusammen [5]

ABSOLUT Vodka führte Wissenschaft und Kunst zusammen [5]

ABSOLUT Vodka führte Wissenschaft und Kunst zusammen [5]

Mit den passsenden Computerprogrammen kann man Robotern das Sprayen beibringen: Ein Projekt vom TU-Spin-off „Robots in Architecture“ und ABSOLUT Vodka führte Wissenschaft und Kunst zusammen. Durch ausgeklügelte Computer-Steuerung kann man Roboter dazu bringen, Graffitikunst zu produzieren und dabei sogar einen ganz eigenen Stil zu entwickeln. Solche intelligenten Roboter-Steuerungsideen sind aber nicht bloß nützlich für Architektur, Kunst und Design, sie sind heute auch für die Industrie unverzichtbar.

Roboter für Architektur und vieles mehr
Robots in Architecture ist ein Verein mit dem Ziel, die Möglichkeiten von Industrierobotern speziell für Anwendungen in Architektur, Design und Kunst zu erforschen. Die GründerInnen von RiA, Sigrid Brell-Cokcan und Johannes Braumann, sind Lehrende und Forscher an der TU Wien und haben bereits viel Erfahrung mit ganz unterschiedlichen Robotertypen. Die Mitglieder des Vereins setzen sich aus international renommierten Universitäten, Forschungseinrichtungen, aber auch Vertretern der Industrie und individuellen Künstlern und Designern zusammen, die ihre Kreativität und jeweiliges Fachwissen einbringen.
„Das Spezialknowhow von Robots in Architecture ist die direkte Roboteransteuerung aus digitaler Entwurfssoftware, wie sie auch im Architektur- und Designbetrieb verwendet wird“, erklärt Sigrid Brell-Cokcan. „So wird es möglich, spezielle parametrische Fertigungsstrategien intuitiv zu programmieren und Roboter für völlig neue Zwecke einzusetzen.“
Dabei geht es nicht darum, im Planungsprozess Menschen durch Roboter zu ersetzen. „Das Ziel ist, den Robotern Anwendungen beizubringen, die von Menschenhand nicht durchgeführt werden können, oder zumindest nicht in vergleichbarer Genauigkeit oder Geschwindigkeit möglich sind“, sagt Johannes Braumann.

Der Roboter wird zum „Graffiti-King“
Mithilfe der von Robots in Architecture entwickelten Software KUKA|prc (parametric robot control) wurde nun die Technik eines Graffitikünstlers in Codeform gepackt und dem Roboter das Sprayen beigebracht. Vieler Parameter wie Sprühstärke, Druck, Abstand oder Richtung können variiert und optimiert werden. Dadurch entsteht ein Hin und Her zwischen Mensch und Roboter, das schlussendlich in einer individuellen, klar definierten Sprühtechnik resultiert.
Zusätzlich zur Spraytechnik reagiert der Roboter auf den 3D Scan des Objektes und kann somit seine Technik nicht nur zweidimensional sondern auch mehrdimensional überall anwenden – egal ob auf einem flachen Blatt Papier oder einer komplexen Form wie etwa einem Torso. In kurzer Zeit wird so aus dem „Toy“ ein „King“ -  wie im Sprayerjargon Anfänger und Könner bezeichnet werden.
Sobald dieser Prozess einmal programmiert ist, ist es kein Problem mehr, die Ausgangsdaten zu ändern und ein neues, individualisiertes Produkt zu bekommen. Der Roboter betreibt also keine Massenproduktion, sondern  eine individualisierte Produktion, eine „Mass Customization“. Mit den verschiedenen einprogrammierten Regeln – die auch unmittelbar verändert werden können – wird ein eigener Stil kreiert. Die Farbe wird vom Roboter mit Airbrushfarbe aufgetragen.

Im Kunstatelier und in der Welt der Industrie
Diese Programmiertechnik, die das Individuelle und Einzigartige in den Vordergrund stellt, wurde anhand der Grafitti-Experimente im Kleinen demonstriert. Im Großen verändert diese Technologie bereits jetzt ganze Industrien, und wird in Zukunft noch mehr Einfluss in der Interaktion von Mensch und Roboter haben – auch außerhalb von Kunst, Architektur und Design.

Webtipp: www.robotsinarchitecture.org

 

Fotos:
[1]-[3]
© Johannes Braumann
[4]-[5] © ABSOLUT Vodka