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Rektor Skalicky im ORF-Report

Aufgrund der budgetären Situation hat Rektor Skalicky für den Herbst in Aussicht gestellt, dass keine StudienanfängerInnen in Architektur und Informatik aufgenommen werden können.

Als kleines Service für jene, die den Report nicht sehen konnten, hier die TU-relevanten Textpassagen:

Sprecher (Bild: USTEM): "Es sind längst nicht mehr allein die vielzitierten Orchideenfächer, die Sparen müssen. Würde an der Technischen Universität Wien ein Elektronenmikroskop ausfallen, würde die Arbeit bis zum nächsten Jahr stehen. Dann sollen die Unis endgültig autonom wirtschaften. Nur das Geld wird weiterhin vom Ministerium zugeteilt. Und dass es sich wesentlich vermehrt, daran glaubt man nicht."

Skalicky: "An der TU Wien kann es durchaus sein, dass wir im Herbst in der Architektur und in der Informatik keine Studienanfänger aufnehmen können."

Redakteur: "Es dürfen ab dem kommenden Semester keine Studenten mehr mit dem Studium beginnen?"

Skalicky: "Ja. Weil wir in der Studieneingangsphase nicht genügend Personal bezahlen können, um die Betreuungskapazität sicher zu stellen. Das ist natürlich ungesetzlich, denn freie Studienwahl und überhaupt der freie Studienzugang sind heilige Kühe in Österreich. Und das wird zu einem beträchtlichen politischen Wirbel führen in Österreich. Und wir wollen das natürlich auch nicht. Aber es ist besser, niemanden anfangen zu lassen als nachher die Betreuung nicht sicher zu stellen."

Zweiter Einstieg. Skalicky: "Das ganze als Schritt in die Zukunft - Stichwort: Weltklasse-Uni - zu verkaufen, ist im Grunde genommen zynisch. Das Wissenschaftministerium hat uns bedeutet, eine Kommission, wir könnten uns nicht wirklich mit der TU München oder der ETH in Zürich vergleichen, denn das seien ja wirklich abgehobene Weltklasse-Institutionen, die unendlich viel Geld zur Verfügung hätten. Ein genauer Zahlenvergleich zeigt, dass das nicht richtig ist. Sie haben ein Mehrfaches des Geldes bei ungefähr gleicher Leistung."

Schnitt. Gehrer: "Und dann ist es auch nicht verboten, einen guten Manager als Direktor (sic!) zu haben. Das haben nämlich die Universitäten, die angesprochen worden sind: die TU in München und die ETH in Zürich."

Redakteur: "Die TU Wien nicht offenbar!?"

Gehrer: "Die TU Wien auch. Deswegen wird die TU Wien sich hervorragend entwickeln mit einem innovativen Rektor und wird auch im ganzen Bereich der Budgeterstellung eine wichtige Position einnehmen."

Redakteur: Ernst Kernmayer