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Proteom-Gesellschaft "AuPA" gegründet

Mit der Gründung der "Austrian Proteomics Association" wird dem internationalen Trend in der Wissenschaft, ein Forschungsnetzwerk auf dem Gebiet der Proteomik zu schaffen, Rechnung getragen. Einige WissenschafterInnen des Institutes für Chemische Technologien und Analytik zählen zu den Gründungsmitgliedern und wurden in den Vorstand gewählt.

Das Gründungsteam von AuPA

Das Gründungsteam von AuPA

Das Gründungsteam von AuPA

Das Gründungsteam von AuPA

"Die konkrete Zielsetzung der AuPA ist eine Vernetzung aller auf dem Gebiet der Proteomik arbeitenden ForscherInnen in Österreich und in den benachbarten Ländern", erklärt TU-Professor Günter Allmaier, der im vergangenen Februar zum Präsidenten der neuen Proteomgesellschaft gewählt wurde. Was bereits am 9. Juni 2006 mit der Gründung der "AuPA" in den Räumen des Instituts für Chemische Technologien und Analytik an der TU begann, ist die Folge einer internationalen Entwicklung in der Wissenschaft.

Allmaier: "Häufig ist die Rede davon, dass wir uns nun im Proteom- und Metabolomzeitalter befinden (im Anschluss an das Genomzeitalter). Als Proteom bezeichnet man die Gesamtheit aller Proteine, die von einem Organismus gebildet werden. Sie sind ständigen Änderungen unterworfen, werden ab- oder umgebaut beziehungsweise neue werden gebildet. Die Proteomforschung beschäftigt sich damit, das gesamte Proteom eines Organismus zu charakterisieren und zu verstehen. Es gibt hier viele verschiedene Technologien (z.B. laserbasierende Massenspektrometrie oder Nanoflüssigchromatographie) und Strategien, die eingesetzt werden können."

Für immer mehr WissenschafterInnen im Bereich der Biotechnologie, Medizin oder Landwirtschaft wird das Proteom auch aufgrund der Dynamik der Proteome immer wichtiger. Als Reaktion darauf schuf man 2005 zunächst die EuPA (European Proteomics Association http://www.eupa.org/). Viele nationale Organisationen in zahlreichen europäischen Ländern (siehe AuPA) folgten. Mittlerweile zählt die AuPA bereits mehr als 60 zahlende Mitglieder. Im Vorstand befinden sich wichtige Vertre-terInnen unterschiedlichster wissenschaftlicher Institutionen aus allen Teilen Österreichs. Neben einer zweitägigen Jahreskonferenz (24/25. September 2007, TU Wien, http://www.iac.tuwien.ac.at/biopa/Veranstaltungen/Proteomics/index.html) veranstaltet die AuPA auch regelmäßige wissenschaftliche Vorträge.
Ergebnisse aus der Proteom/Metabolomforschung sollen darüber hinaus helfen frühzeitige Vorhersagen über Erkrankungen, beziehungsweise Aussagen über die Wirksamkeit einer Therapie treffen zu können.

Link: www.aupa.at