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„Professor Ferdinand Porsche Preis 2011“ verliehen

Techniker der AUDI AG und Automotive Lighting ausgezeichnet

Kamislav Fadel (c) Automotive Lighting, Wolfgang Huhn (c) AUDI AG

Kamislav Fadel (c) Automotive Lighting, Wolfgang Huhn (c) AUDI AG

Kamislav Fadel (c) Automotive Lighting, Wolfgang Huhn (c) AUDI AG

Kamislav Fadel (c) Automotive Lighting, Wolfgang Huhn (c) AUDI AG

Der höchstdotierte Automobil-Techniker-Preis der Welt wurde am 7. Juni 2011 auf der TU Wien an Dr. Wolfgang Huhn (AUDI AG) und an Dipl.-Ing. Kamislav Fadel (Automotive Lighting) für die Entwicklung und den Einsatz der neuen LED-Lichttechnologie in Automobilen verliehen. Der „Professor Ferdinand Porsche Preis 2011 der Technischen Universität Wien“ wurde von Louise Piëch 1977 gestiftet und ist mit 50.000 Euro gemeinsam von der Porsche Holding, Salzburg, und der Porsche AG, Stuttgart, dotiert. Der „Professor Ferdinand Porsche Preis“ wird alle zwei Jahre an TechnikerInnen verliehen, deren Erfindungen die Entwicklung des Automobils nachhaltig beeinflussen.

Die beiden Preisträger haben maßgeblichen Anteil an der erstmaligen Serienanwendung der LED-Lichttechnik für die Hauptscheinwerfer eines Kraftfahrzeugs im Jahr 2008. Der Auftritt des Supersportwagens Audi R8 wurde durch die LED-Leuchten in außerordentlicher Weise unterstrichen und signalisierte einen Techniksprung. Prof. Dr. Bernhard Geringer, Vorstand des Instituts für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik an der TU Wien und gleichzeitig Vorsitzender der Jury, erläuterte in seiner Laudatio die herausragende Bedeutung dieser Entwicklung, „die einen Meilenstein in der Anwendung zukunftsweisender LED Beleuchtung für den automobilen Bereich darstellt, weil gleichzeitig drei Vorteile genutzt werden: 1) eine deutliche Energieeinsparung, 2) eine massive Lebensdauererhöhung und 3) eine weitgehende Designfreiheit für die Fahrzeuggestaltung.“

Der Vorstandsvorsitzende der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Matthias Müller, hob in seiner Laudatio vor allem den Technologiesprung hervor, der durch das Wirken der beiden Preisträger vollzogen wurde. „Dank ihrer beharrlichen Entwicklungsarbeit ist es heute möglich, Leuchtdioden als Lichtquelle in Serienfahrzeugen zu verbauen.“ Gegenüber den bewährten Halogen- und Xenon-Scheinwerfern bringt die LED-Technik eine deutlich bessere Ausleuchtung, was bei Nachtfahrten klare Sicherheitsvorteile bringt. Darüber hinaus kommen LED-Scheinwerfer dem natürlichen Tageslicht näher. Gefahren werden somit früher erkannt und die Blendwirkung für den Gegenverkehr deutlich reduziert.

Porsche AG Chef Matthias Müller ging auch auf die Energieersparnis ein: „Bei gleicher Leuchtleistung verbraucht ein LED-Scheinwerfer nur etwa halb so viel Energie wie eine herkömmliche Halogen- oder Xenonlampe. Im Automobil ist damit eine Reduzierung des Verbrauchs um immerhin bis zu 0,2 Liter pro 100 Kilometer möglich. Angesichts der hohen Anforderungen der Kunden an die Verbrauchswerte von Fahrzeugen ist diese Ersparnis nicht zu unterschätzen.“

M. Müller betonte vor allem auch die neuen Gestaltungsmöglichkeiten, die mit LED im Automobildesign Einzug gehalten haben: „Die LEDs können äußerst flexibel eingesetzt werden, als Rücklicht, als Tagfahrlicht oder als Abblend- und Fernlicht. Mit ihnen lassen sich einzigartige Lichtmarken gestalten, die der jeweiligen Automobilmarke auch im Dunkeln einen hohen Wiedererkennungswert verleihen. Soviel steht fest: Der Leuchtdiode gehört im Fahrzeugbau die Zukunft!“

Hintergrundinfo
Der „Professor Ferdinand Porsche Preis“ der TU Wien, wurde von der Tochter Ferdinand Porsches, Frau Kommerzialrat Louise Piëch im Jahr 1977 gestiftet und wird seit 1977 erstmals und seit 1981 alle zwei Jahre an TechnikerInnen verliehen, die mit ihren Innovationen einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung des Automobils beitragen. Der Serieneinsatz ist eine Voraussetzung für die Zuerkennung des Preises. (Einzige Ausnahme von der Regel war die Zuerkennung des Preises für den Entwickler des Porsche Formel 1-Motors, mit der die Einzelleistung eines Technikers gewürdigt wurde.)