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Planung und Politik des öffentlichen Raumes

Die Gesellschaft verändert sich, die Planung öffentlicher Räume muss darauf Bezug nehmen. Im WUK wird ein Sammelband über öffentliche Räume und urbane Transformation in Europa präsentiert.

Urban Transformation: Wohin soll es gehen?

Urban Transformation: Wohin soll es gehen?

Urban Transformation: Wohin soll es gehen?

Urban Transformation: Wohin soll es gehen?

Prof. Sabine Knierbein

Prof. Sabine Knierbein

Prof. Sabine Knierbein

Prof. Sabine Knierbein

Städte auf dem Reißbrett völlig durchzuplanen funktioniert erfahrungsgemäß nicht. Genauso wenig allerdings kann man auf Stadtplanung und -gestaltung verzichten und hoffen, dass die Märkte ganz von alleine ohne übergreifende Konzepte die städteplanerisch richtigen Lösungen hervorbringen. Ganz im Gegenteil, Planer und Gestalter müssen sich in ihrem Handeln auf ganz neue, vor allem zivilgesellschaftliche Kooperationen einlassen, die das Alltagswissen der Bewohner viel stärker in den Vordergrund stellen.  Die Städte Europas machen derzeit einen drastischen Wandel durch, der auch Kommunen vor neue Aufgaben stellt, die räumlich übergreifend in öffentlichen Räumen behandelt werden. Öffentliche Räume sind nicht bloß ein Teil der urbanen Geographie, sie erfüllen wichtige soziale und kulturelle Aufgaben.

Wie man durch Planung und Architektur das öffentliche Leben mitgestalten kann und wie Städte in Europa versuchen, auf gesellschaftliche Notwendigkeiten in öffentlichen Räumen einzugehen, untersucht Prof. Sabine Knierbein vom Interdisciplinary Centre for Urban Culture and Public Space an der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien. Sie ist Mitherausgeberin des Sammelbandes „Public Space and the Challenges of Urban Transformation in Europe“, der am 21. Jänner präsentiert wird.

Buchpräsentation: „Public Space and the challenges of urban transformation in Europe
Madanipour, Knierbein, Degros (eds.). New York/London. Routledge. 2014.
21. Jänner 2014, 19:00 Uhr
WUK, Währinger Str. 59, 1090 Wien

„Die Globalisierung, Migration und wirtschaftliche Veränderungen stellen unsere Städte vor neue Herausforderungen“, sagt Sabine Knierbein. Sie führt in ihrer Forschungsarbeit städtische Planungstheorie und Praxis zusammen und möchte Verbindungen zwischen Verwaltungsstrukturen und allgemeinen sozialen Problemstellungen entwickeln.

„Unterschiedliche Bevölkerungsgruppen können sich heute wesentlich stärker Gehör verschaffen und ihre räumlichen Bedürfnisse artikulieren“ meint Sabine Knierbein. Städtische Verwaltung kann nicht funktionieren wie ein wirtschaftliches Unternehmen – es geht nicht darum, ein fertiges Produkt zu entwickeln, von dem man dann eben hofft, dass es dem Zielpublikum gefällt. „Eine Stadt ist Produkt und Prozess gleichzeitig, das muss man Schritt für Schritt dialektisch im Dialog mit Vielen verbinden“, findet Knierbein.

Symposium und Buchpräsentation
Gemeinsam mit dem ehemaligen Gastprofessorenteam der Stiftungsgastprofessur für Stadtkultur und öffentlicher Raum 2010, Ali Madanipour (University of Newcastle upon Tyne, UK) und Aglaée Degros (Artgineering Rotterdam, Niederlande und Roland Rainer Gastprofessur 2013/14 an der Akademie der Bildenden Künste Wien), redigierte Sabine Knierbein den Sammelband „Public Space and the Challenges of Urban Transformation in Europe“, in dem planerische Zugänge und Ideen aus ganz unterschiedlichen Städten in Europa präsentiert werden.

Auch Wien wird in diesem Band mit einem Kapitel bedacht: „Wien ist eine sehr soziale Stadt, und gerade in den letzten Jahren versucht man hier auch auf vorbildliche Weise, die Peripherie stadtplanerisch aufzuwerten“, sagt Sabine Knierbein. Das Eingehen der Stadtverwaltung auf die Wünsche und Bedürfnisse der Zivilgesellschaft funktioniert in Wien an einigen Stellen bereits gut, so etwa am Schwedenplatz – doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich natürlich auch, wo weitere Verbesserungen möglich sind, so zum Beispiel in Aspern und im Quartier Belvedere rund um den Hauptbahnhof.

Vom 21. bis 23. Jänner findet im WUK und im Urban Future Lab (Resselpark, Karlsplatz, 1040 Wien) das internationale Symposium „Mein Ort, dein Ort, unser Ort –  Bildung und Unterschiede in der Stadtforschung“ unter der Leitung von Gastprofessor Dr. Jeff Hou (University of Washington, Seattle, USA) und Assistenzprofessorin Sabine Knierbein statt, zu dessen Auftakt der Sammelband vorgestellt wird.

Sabine Knierbein ist seit 2008 mit der inhaltlichen Entwicklung des Interdisciplinary Centre for Urban Culture and Public Space, dem strukturellen Aufbau und Management sowie der akademischen Netzwerkbildung auf europäischer und internationaler Ebene betraut. Seit November 2011 hat sie die Laufbahnstelle für Stadtkultur und öffentlicher Raum an der Technischen Universität Wien inne, seit Februar 2013 in sie Assistenzprofessorin für Stadtkultur und öffentlicher Raum.

Rückfragehinweis:
Ass. Prof. Sabine Knierbein
Interdisciplinary Centre for
Urban Culture and Public Space (SKuOR)
Department für Raumplanung
Fakultät für Architektur
und Raumplanung
Technische Universität Wien
Karlsgasse 13, 1040 Wien
T: +43-1-58801-280020
sabine.knierbein@tuwien.ac.at

Aussender:
Dr. Florian Aigner
Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Technische Universität Wien
Operngasse 11, 1040 Wien
T: +43-1-58801-41027
florian.aigner@tuwien.ac.at 

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