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Physik-Preise für TU-Forscher

Bei der diesjährigen Tagung der Österreichisch-Physikalischen Gesellschaft (ÖPG) wird das hohe Niveau der Forschung an der Technischen Universität Wien wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Gleich drei Auszeichnungen werden an TU-Forscher vergeben.

Gleich drei ÖPG-Preise gehen heuer an TU-Forscher

Gleich drei ÖPG-Preise gehen heuer an TU-Forscher

Gleich drei ÖPG-Preise gehen heuer an TU-Forscher

Gleich drei ÖPG-Preise gehen heuer an TU-Forscher

Florian Libisch

Florian Libisch

Florian Libisch

Florian Libisch

Thomas Müller

Thomas Müller

Thomas Müller

Thomas Müller

Wolfgang Dungel

Wolfgang Dungel

Wolfgang Dungel

Wolfgang Dungel

Aus ganz unterschiedlichen Forschungsgebieten kommen die drei TU-Wissenschaftler, die heuer bei der Tagung der Österreichisch-Physikalischen Gesellschaft in Salzburg mit Preisen ausgezeichnet werden. Sowohl theoretische als auch experimentelle Forschung wird bei der ÖPG-Tagung 2010 vom 6. bis 10. September in Salzburg prämiert.

Quanten-Wellen berechnen


Florian Libisch, Assistent am Institut für Theoretische Physik, erhält den AT&S-Preis, der für Arbeiten auf dem Gebiet der Festkörperphysik vergeben wird. Ihm gelang es, das Verhalten von Elektronen zu berechnen, die sich durch das Kohlenstoff-Material Graphen bewegen. Aufgrund der quantenmechanischen Wellennatur des Elektrons bewegt es sich nicht wie ein Pingpongball auf eindeutigen, klassischen Linien, sondern es breitet sich wellenartig in der Graphen-Schicht aus. Solche Berechnungen können dabei helfen, das Verhalten winziger elektronischer Bauteile zu verstehen. Die dabei entwickelten Rechenverfahren lassen sich auch für ganz andere physikalische Systeme nutzen – sogar akustische Wellen und Lichtwellen können damit berechnet werden.

Elektronische Bauteile auf atomarer Ebene

Thomas Müller arbeitet am Institut für Photonik. Er erhält den Fritz-Kohlrausch-Preis, der alle zwei Jahre für besondere Leistungen in der Experimentalphysik vergeben wird. Müller konnte wichtige Durchbrüche bei der Herstellung winziger opto-elektronischer Bauteile erzielen. So entwickelt er einen ultradünnen Photodetektor aus Graphen und eine Leuchtdiode, die nur aus einem einzigen Molekül besteht. Optoelektronische Bauelemente spielen in unserem täglichen Leben eine wichtige Rolle. Für die schnelle Datenübertragung – beispielsweise im Internet – werden leistungsfähige Laser und Leuchtdioden in Verbindung mit Lichtwellenleitern eingesetzt. Auch in anderen Bereichen, etwa in der Photovoltaik, spielen diese Bauelemente eine entscheidende Rolle.

Wie symmetrisch ist die Welt?

Wolfgang Dungel gewinnt den Victor-Hess-Preis für hervorragende Dissertationen auf dem Gebiet der Kern- und Teilchenphysik. In seiner Doktorarbeit, die er am Institut für Hochenergiephysik (HEPHY) verfasste, analysierte Wolfgang Dungel Daten des Belle-Experiments in Japan. In Zusammenstößen von Elektronen und Positronen werden grundlegende Eigenschaften der Materie und der fundamentalen Wechselwirkungen erforscht. Bei diesen Experimenten entstehen gewaltige Datenmengen, die sorgfältig ausgewertet werden müssen, um ein tieferes Verständnis über die Symmetrien der fundamentalen Naturgesetze zu gewinnen.