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Physik macht Urlaub

Bernhard Weingartner von der TU Wien macht mit seinem Buch Appetit auf Wissenschaft.

Buchcover "Physik macht Urlaub" (Copyright Ueberreuter)

1/2 Bilder

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Buchcover "Physik macht Urlaub"

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Bernhard Weingartner

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Bernhard Weingartner

Bernhard Weingartner

Bernhard Weingartner

Begeistert quietschende Kinder, die Plastikflaschenraketen in die Luft steigen lassen, mit Kugelmagneten spielen oder ihm einfach nur staunend mit großen Augen zusehen – all das gehört zum Geschäft des TU-Physikers Bernhard Weingartner. Mit seinem Physikmobil, einem mobilen Experimentierlabor, fährt er seit Monaten durch Wien um Kinder und Jugendliche – aber natürlich immer wieder auch Erwachsene – mit kleinen physikalischen Experimenten zu unterhalten, ihnen die Hintergründe zu erklären und sie zum Nachdenken über Wissenschaft zu verleiten.

Für alle, die mittlerweile zu den Fans von Bernhard Weingartner zählen, aber auch für alle, die bisher seine Physikmobil-Auftritte verpasst haben, gibt es spannende Experimente nun auch zum Nachlesen: „Physik macht Urlaub“ heißt sein neues Buch, das im Ueberreuter Verlag erschienen ist. Eine bunte Vielzahl an physikalischen Phänomenen, denen man auf Urlaubsreisen begegnen kann, hat Weingartner für dieses Buch zusammengesammelt. Wie man in der Wüste aus alten Socken einen Kühlschrank bastelt erfährt man dort, man kann nachlesen, warum ein Flugzeug eigentlich fliegt, man lernt, was man beim Suppenkochen im Himalaya beachten muss. Nicht oberlehrerhaft dozierend, sondern locker und unterhaltsam wird von Müslipackungen und Mondraketen erzählt, von selbstgebauten Waschmaschinen und mysteriösen Monsterwellen auf hoher See. Wirklich spannend wird dieses Buch besonders dann, wenn man Weingartners Experimentier-Tipps ausprobiert. Er stellt eine ganze Menge einfacher physikalischer Versuche vor, die jeder mit meist sehr einfachen Mitteln selbst nachvollziehen kann – darunter einige von seinen Physikmobil-Tricks. Das Experimentieren verkommt dabei nicht zur bloßen Unterhaltungsshow: Jeder einzelne Versuch wird genau erklärt, der physikalische Hintergrund wird in einfachen Worten sorgfältig erläutert – nie so ausführlich, dass es langatmig wäre, aber lang genug, um zu spüren, dass man tatsächlich etwas gelernt hat.

„Physik macht Urlaub“ gehört nicht zu den populärwissenschaftlichen Büchern, die versuchen, die ganze Welt zu erklären. Weingartner will hier nicht das Bild der modernen Physik ausbreiten – in dem Bereich gibt es genügend andere Werke. Jugendliche und junggebliebene Erwachsene allerdings, die einfach Spaß an Alltagsphysik haben und neugierig genug sind, einige der originellen Experimente selbst auszuprobieren, sind mit diesem Buch sicher bestens bedient.

Rezension von Florian Aigner