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Pfann-Ohmann Preisverleihung

Die im Jahre 1993 eingerichtete Pfann-Ohmann-Preis-Stiftung prämiert Studierende der Studienrichtung Architektur der Technischen Universität Wien für überragende zeichnerische Leistungen im Rahmen einer Übungsarbeit des Diplom-, Bachelor- oder Masterstudiums. Die Preisverleihung 2012 fand im Dezember statt.

Therese Leick und…

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…Lukas M. Kaufmann bei der Preisverleihung mit Rektorin Sabine Seidler

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…Lukas M. Kaufmann bei der Preisverleihung mit Rektorin Sabine Seidler

…Lukas M. Kaufmann bei der Preisverleihung mit Rektorin Sabine Seidler

…Lukas M. Kaufmann bei der Preisverleihung mit Rektorin Sabine Seidler

Der Zweck der Stiftung umfasst die Etablierung, den Erhalt und die Pflege der Lebenswerke der beiden Namensgeber und Architekten, O.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Hans Pfann (1890-1973) und O.Prof. DDDr.h.c. Friedrich Ohmann (1858-1927). Auch dessen Tochter und Gattin Pfanns, Wilhelmine Pfann (1893-1990), welche diese Stiftung ins Leben gerufen hat, wird damit Anerkennung gezollt.
Der Pfann-Ohmann-Preis ist mit insgesamt 4.000 Euro Preisgeld dotiert. Er wird jährlich zu gleichen Teilen an zwei PreisträgerInnen vergeben, welche durch eine prominent besetzte Jury, bestehend aus der Rektorin der TU Wien, dem Dekan der Fakultät für Architektur und Raumplanung sowie den ProfessorInnen der einzelnen Institute ermittelt werden.

Die anschließende Preisverleihung erfolgte durch TU-Rektorin Sabine Seidler im Dezember 2012.
PreisträgerInnen 2012

Lukas M. Kaufmann: Zeichenblock im Rahmen der LVA "Zeichnen und visuelle Sprachen" (Betreuung durch Prof. Christine Hohenbüchler | Institut für Kunst und Gestaltung
Die Arbeiten entstanden im Winter und Sommersemesters 2011/12 in der Lehrveranstaltung Zeichnen und Visuelle Sprachen. Sie sind geprägt von hoher gestalterischer Sensibilität,  hervorragendem zeichnerischen Können und Souveränität im Umgang mit  räumlicher Darstellung. Seine Arbeiten bestechen durch filigrane Ausdrucksweise sowie minimale und gekonnte Farbgebung. Die Arbeiten zu den imaginativen Aufgabenstellungen – einer Collage im Wintersemester und dem Projekt einer künstlerischen Intervention im Hof 2 der TU Wien im Sommersemester – zeigen große Eigenständigkeit in Konzeption und thematischer Auseinandersetzung.

Therese Leick: "Archiv Marzona Friaul 3" (Betreuung durch Dr. Inge Andritz & Prof. Andras Palffy |  Institut für Architektur und Entwerfen)
Thema des Entwerfens war es, ein Archiv für die Sammlung Marzona im Friaul zu konzipieren. Der Kunstsammler Egidio Marzona verfolgt seit den 1960er Jahren zwei wesentliche inhaltliche Gewichtungen, die sich zum einen auf die Geschichte der Moderne, zum anderen auf den komplexen Zusammenklang unterschiedlicher Medien und Disziplinen in der Kunst beziehen. Das Archiv als Herzstück der Sammlung, in dem alle Disziplinen miteinander verknüpft und dem interessierten Publikum zugänglich gemacht werden, sollte sowohl die museale Präsentation als auch vor allem das wissenschaftliche Studium der einzelnen Objekte und die Erforschung dieser Kunst erlauben. Der Standort, das kleine Dorf Verzegnis im Friaul, gab den Diskurs mit der offenen Landschaft und den elementaren Bedingungen des Ortes vor, auf die Therese Leick mit einem "archaischen" Projekt für das Archiv antwortet. Sie nimmt Themen des Ortes auf, die sich in der Materialität (geschlichteter Stein), in dem Sich-Einfügen in die Kulturlandschaft (Feldwege als Erschließung, Fluchttreppen, die in der Wiese landen ...), wie auch im Aufnehmen von vor Ort vorgefundenen charakteristischen Elementen wiederfinden – einem offenen Kamin im Foyer des Archivs, ein "Fogolar" für die Gäste, einen großen Tisch für die Gespräche mit dem Sammler. Ihre dem Projekt eingeschriebenen Textzeilen skizzieren die Prämissen, denen von Anfang an konsequent nachgegangen wurden: Ein Speicher sitzt auf der Landschaft; geschlichtete Steine umgeben von Agrikultur; außenliegende Treppen landen inmitten der Wiese; mauerhohe Tore aus Stahl; Zugehen auf den offenen Kamin; Treffen im Fogolar; landwirtschaftliche Zäsuren schaffen Bezüge; Feldwege als Erschließung. Der Versuch, das steinerne Gebäude, das im Querschnitt dem Typus des im Dorf angesiedelten Privathauses entspricht, in die Dreidimensionalität zu übersetzen, fand in Modellen aus grauem Karton seine Ausformulierung. Insofern erscheint es auch als konsequent und stimmig, dass die zweidimensionale Notation des Projektes sich auf diesem Material wiederfindet.

Webtipp: http://ar.tuwien.ac.at/fakultaet/preise-auszeichnungen 

 

Bilder: © Thomas Blazina