Das Wiener Doktoratskolleg für Digitalen Humanismus ist ein innovatives, interdisziplinäres Ausbildungsprogramm, das sich kritischen Themen der digitalen Transformation widmet und dabei den Menschen in den Mittelpunkt stellt. In Zusammenarbeit der TU Wien, Uni Wien und WU Wien beleuchtet das vom Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) geförderte Programm die Notwendigkeit, die digitale Zukunft verantwortungsvoll zu gestalten. Das Kolleg hat den Anspruch, die besten Köpfe aus den Bereichen Technik, Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften aus einem internationalen Umfeld zusammenzubringen. In unterschiedlichen Doktoratsprojekten erarbeiten sie konkrete, wissenschaftlich fundierte Antworten.
Bunte Auftaktveranstaltung in der Wiener Urania
Die Auftaktveranstaltung am 19. November 2025 bot durch Beiträge der Projektverantwortlichen und verschiedener Interessensvertreter_innen einen spannenden Einblick in die Strategie und Umsetzung des Digitalen Humanismus in der Stadt Wien. Die amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft Veronica Kaup-Hasler unterstrich in ihrem Grußwort die Wichtigkeit der Verbindung von Theorie und Praxis, welche den Menschen ins Zentrum stellt. Michael Strassnig, stellvertretender Geschäftsführer der WWTF, gab einen Überblick über die unterschiedlichen Aktivitäten der Stadt Wien im Bereich des Digitalen Humanismus.
Die drei Vizerektor_innen der beteiligten Universitäten – Peter Ertl (TU Wien), Manuela Baccarini (Universität Wien) und Bernadette Kamleitner (Wirtschaftsuniversität Wien) – betonten die Wichtigkeit des gemeinsamen, interdisziplinären Ansatzes. Denn Technik und ihre Entwicklung sind niemals neutral, sondern sind auch aus der Perspektive der Gesellschaft und Wirtschaft beeinflusst.
Interdisziplinäre Forschung in der Umsetzung
Ein zentraler Punkt des Doktoratskollegs ist die Einführung in die interdisziplinäre Methodik. Die drei wissenschaftlichen Programmkoordinatoren Peter Knees (TU Wien, UNESCO Chair on Digital Humanism), Sophie Lecheler (Universität Wien), Marta Sabou und Jan Maly (Wirtschaftsuniversität Wien) legten dar, wie unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven und Methoden im Doktoratskolleg miteinander verbunden werden. Die Vorstellung der Forschungsprojekte durch die Doktorand_innen bot dazu konkrete Einblicke in diese interdisziplinäre Praxis. Die Keynote von Katja Mayer (Universität Wien), welche in ihren Ausführungen die Student_innen-Projekte direkt reflektierte, beschloss diesen inspirierenden Tag.
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