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Neue Musik mit Computertechnik der TU Wien

Klangerlebnis durch Computertechnologie: Bei der Uraufführung eines Werkes von Johannes Kretz werden Klänge über ein Motion-Capture-System geformt.

Das "ensemble xx. jahrhundert" unter Peter Burwik - mit TU-Unterstützung

Das "ensemble xx. jahrhundert" unter Peter Burwik - mit TU-Unterstützung

Das "ensemble xx. jahrhundert" unter Peter Burwik - mit TU-Unterstützung

Das "ensemble xx. jahrhundert" unter Peter Burwik - mit TU-Unterstützung

Musik trifft auf Wissenschaft: Mit Beteiligung der TU Wien wird eine ganz neue Verbindung zwischen Tanz, Musik und Computertechnik geschaffen. Bei der Uraufführung des Werkes „Wortlose Räume“ des Komponisten Johannes Kretz sind die Bewegungen der Tänzerin Martina Kovacs nicht bloß eine Reaktion auf die Musik, sie greifen ihrerseits durch ein elektronisches Sensorsystem in die Musik ein. Dieses Zusammenspiel von Instrumentalmusik und durch Tanz gesteuerte Elektronik kann man am Sonntag, dem 5. Dezember 2010 um 19:30 im 3raum-Anatomietheater live miterleben.

Der Computer als Ensemblemitglied

Im Gegensatz zu anderen Musikstücken lässt das Werk den Mitwirkenden Raum für spontane Entscheidungen während der Aufführung: „‘Wortlose Räume‘ für Ensemble, Tänzerin und Elektronik ist ein Werk in offener Form, ein Labyrinth, in welchem ein Dirigent mit seinem Ensemble verschiedene Wege durch spontane Auswahl von Modulen nehmen kann“, erklärt der Komponist Johannes Kretz. Die Bewegungen einer Tänzerin werden von einem Motion-Capture-System mit Hilfe mehrerer Kameras erfasst und dreidimensional in einem Computer abgebildet. So kann sie durch ihre Bewegungen in Echtzeit in die Musik eingreifen und über eigens hergestellte Computerfilter den Klang des Ensembles verändern. Das Know-How über Motion-Capture-Systeme kommt dabei aus der Forschungsgruppe von Hannes Kaufmann am Institut für Softwaretechnik und Interaktive Systeme  der TU Wien. Vermittelt durch Computertechnik entsteht so eine ganz neue Wechselbeziehung zwischen dem Tanz und der Musik.

Hörerlebnis in zwei Versionen

Die Freiheit für spontane Eingriffe in die Musik bewirkt, dass keine zwei Aufführungen des Stückes sich gleichen. „Um die offene Form dem Publikum erfahrbar zu machen, wird das Werk an dem Abend in zwei Versionen präsentiert, bei denen die Interpretation der Musiker ebenso wie der Tänzerin entscheidenden Einfluss auf die letztendliche Ausformung der Komposition hat“, erklärt Johannes Kretz.

ensemble xx. jahrhundert unter Peter Burwik präsentiert:

Johannes Kretz:  Wortlose Räume I, Wortlose Räume II (2010)
für Ensemble, Tänzerin und Sensor-Live-Elektronik (UA)

5. Dezember 2010, 19.30
3raum-Anatomietheater, Wien 3, Beatrixgasse 11

Martina Kovacs, Tänzerin
Dramaturgisch-choreographische Beratung: Thomas Jelinek
Live-Elektronik: Johannes Kretz
 
Vorverkauf: klassik.oeticket.com