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Moleküle, die gesund machen

Das erfolgreiche Doktoratsprogramm „MolTag“ wird verlängert – nun werden 20 neue Dissertationsstellen ausgeschrieben.

MolTag - Experimente an der TU Wien

MolTag - Experimente an der TU Wien

Welche Moleküle dürfen die Zellmembran passieren, und welche müssen draußen bleiben? Diese Frage hat für unsere Gesundheit eine ganz zentrale Bedeutung. Die Erforschung des Stofftransportes in die Zelle und aus der Zelle heraus ist nur interdisziplinär möglich. Pharmakologie, Chemie, Biophysik, bildgebende Technologien und viele andere Forschungsgebiete müssen hier eng zusammenarbeiten.

Daher wurde im Jahr 2011 das Doktoratskolleg „MolTag“ (Molecular Drug Targets) ins Leben gerufen – von der TU Wien, der Medizinischen Universität Wien und der Universität Wien. Später stieß auch noch das IST Austria in Gugging dazu. Seither bildet ein Team Principal Investigators aus allen vier beteiligten Universitäten die Doktoratsstudierenden interdisziplinär aus. Aufgrund des großen Erfolges wurde das Doktoratskolleg nun vom FWF bis 2023 verlängert. Somit konnten nun neue Dissertationsstellen ausgeschrieben werden, die Bewerbungsfrist läuft bis 4. März 2019.

Wegen Erfolgs verlängert

Jede unserer Zellen hat in ihrer Membran Kanäle und Transportvorrichtungen, die bestimmte Stoffe ins Innere der Zelle gelangen lassen. Die Wirksamkeit vieler Medikamente hängt genau davon ab. „Hier in Wien haben wir die außergewöhnliche Chance, ganz unterschiedliche Forschungsbereiche, die hier eine wichtige Rolle spielen, in einer Stadt zu vernetzen“, sagt Prof. Marko Mihovilovic vom Institut für Angewandte Synthesechemie der TU Wien, einer der Principal Investigators. „In den bereits abgeschlossenen zwei Perioden des Doktoratskollegs MolTag wurden bereits viele wichtige Erkenntnisse gewonnen, daher ist es sehr erfreulich, dass dieses Programm nun in einer dritten Periode fortgesetzt wird.“

Insgesamt publizierten die Studierenden des Doktoratskollegs bereits über 130 Fachartikel in international angesehenen Journalen, darunter „Cell“, „Nature Neuroscience“, „Angewandte Chemie“, „Journal of Medicinal Chemistry“ und viele andere.

45 Doktoratsstudierende aus 17 verschiedenen Ländern wurden im MolTag-Programm bereits ausgebildet, mindestens 20 zusätzliche Doktoratsstellen sollen nun in Phase 3 dazukommen. Bis 4. März kann man sich für diese Stellen bewerben. Geboten wird nicht nur eine umfangreiche interdisziplinäre Ausbildung, sondern auch individuelles Mentoring, die Entwicklung eines Karriereplans, eine hohe Betreuungsqualität, Seminare, wissenschaftliche Retreats und Kontakt zu international angesehenen Gastvortragenden.
 

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