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Mobil bleiben

Marietta-Blau-Mobilitätsstipendium der TU Wien

Marietta Blau (Bildquelle: Eva Conners)

Marietta Blau (Bildquelle: Eva Conners)

Marietta Blau (Bildquelle: Eva Conners)

Marietta Blau (Bildquelle: Eva Conners)

Die Teilnahme an internationalen wissenschaftlichen, Konferenzen ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Karriere in der Forschung. Leider fehlt es jedoch oft gerade NachwuchswissenschafterInnen an der ausreichenden Finanzierung, um ihre Ergebnisse präsentieren zu können. Diesem Umstand trägt die TU Wien nun Rechnung, indem das neue Marietta-Blau-Mobilitätsstipendium zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses ausgeschrieben wird.

Zielgruppe und Bewerbung
Zur Bewerbung eingeladen sind alle wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen der TU Wien, die zumindest ein Diplom- oder Masterstudium abgeschlossen haben, sowie Studentinnen im Doktoratsstudium. Das Marietta-Blau-Mobilitätsstipendium wird künftig zweimal jährlich ausgeschrieben. Anträge können laufend bis spätestens 31. März bzw. 30. September (Ende der Einreichfrist, es gilt das Datum des Poststempels) gestellt werden.

Höhe des Stipendiums
Für Reisen innerhalb Europas können Zuschüsse in der Höhe von max. 500 EUR gewährt werden, für Reisen außerhalb Europas bis zu 1.000 EUR. Zusätzlich kann ein Zuschuss für die Nächtigungskosten für bis zu 10 Nächte á max. 60 EUR beantragt werden.

Aktuelle Ausschreibung
Die Ausschreibung des Marietta-Blau-Mobilitätsstipendiums dauert noch bis zum 30. September 2009. Die unterschriebenen Bewerbungsunterlagen sind postalisch an

TU Wien (E034)
Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender Studies
Marietta-Blau-Mobilitätsstipendium
Favoritenstrasse 16
1040 Wien

zu übermitteln. Genauere Angaben zu den benötigten Unterlagen finden Sie in den Statuten. Der Bewerbungsbogen steht ebenfalls zum Download bereit.

Über Marietta Blau
Marietta Blau  (1894 - 1970) studierte von 1915 bis 1918 Physik an der Universität Wien  und arbeitete danach an mehreren Forschungsinstituten und in der Industrie, ab 1923 als freie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Radiumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Im Studienjahr 1932–1933 wurde ihr ein Internationales Stipendium des Verbandes der Akademikerinnen Österreichs zuerkannt. So arbeitete sie ein Semester in Göttingen, das zweite Semester verbrachte sie am Institut Curie in Paris bei Professorin Marie Curie.
1938 musste die Jüdin Marietta Blau aus Österreich fliehen, zunächst nach Oslo danach nach Mexico City. 1944 zog sie in die USA wo Blau in der Industrie und in wissenschaftlichen Einrichtungen (z.B. Columbia University) tätig war. 1960 kehrte Blau nach Österreich zurück, forschte (unbezahlt)  wieder am Institut für Radiumforschung und betreute Dissertationen am CERN (European Organization for Nuclear Research). 1962 erhielt sie den Erwin Schrödinger Preis der ÖAW, die Aufnahme in die Akademie blieb allerdings aus.