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Mehrfach ausgezeichnete TU-Wissenschaftlerin: Beatrix Haselsberger

Beatrix Haselsberger vom Department für Raumentwicklung, Infrastruktur- und Umweltplanung hat am 30. April 2010 ihr Doktoratstudium mit Auszeichnung abgeschlossen. Für ihre Dissertation „Reshaping Europe. Borders’ Impact on Territorial Cohesion“ wurde sie daraufhin mehrfach ausgezeichnet.

Beatrix Haselsberger

Beatrix Haselsberger

Beatrix Haselsberger

Beatrix Haselsberger

Erst vor Kurzem erhielt Beatrix Haselsberger abermals einen Preis: Den Dr. Maria Schaumayer Förderpreis. Ein Preis, auf den sie besonders stolz ist, da er von der ehemaligen Nationalbankpräsidentin Dkfm. Dr. Maria Schaumayer zur aktiven Unterstützung und Förderung von Frauenkarrieren in Wirtschaft und Wissenschaft vergeben wird. Im Rahmen der Preisverleihung am 3. Februar 2011 hob BM a.D. Maria Rauch-Kallat in ihrer Laudatio die außergewöhnlich hohe Qualität der ausgezeichneten Forschungsarbeiten hervor und ermutigte die Preisträgerinnen auch weiterhin in der Forschung tätig zu sein.

Grenzenlose Forschung

Im Rahmen ihrer Forschung hat die gebürtige Kärntnerin eine besondere Leidenschaft für das Thema „Grenzen“ entwickelt. Doch Haselsberger geht nicht nur der Frage nach, wie man Grenzen überwinden bzw. grenzüberschreitend zusammenarbeiten kann, sondern hinterfragt sehr kritisch was Grenzen sind, welche Rolle und Funktion sie sowohl im Raum als auch im Leben der Menschen einnehmen und wirft sogar die Frage auf, ob es nicht sein kann, dass wir bestimmte Grenzen brauchen, z.B. um uns selbst als Individuum oder als Gesellschaft zu definieren (Stichwort: Kultur und Identität). „Das Spannende an meiner Forschung ist, dass es kein allgemeingültiges Grundrezept gibt, es wird also nie langweilig. Grenzen sind soziale Prozesse! Man muss die Menschen in der jeweiligen Region wirklich verstehen, ihre Geschichten und Erlebnisse im Zusammenhang mit der jeweiligen Grenze bzw. mit dem Nachbarn/der Nachbarin hinter der Grenze in Erfahrung bringen, bevor man sich mit dem Überwinden der jeweiligen Grenze beschäftigen kann“, zeigt sich Haselsberger begeistert. Aus eigener Erfahrung, vor allem durch ihren längeren Forschungsaufenthalt in Udine (Italien), weiß sie, dass die Kenntnis von Geschichte und Kollektivem Gedächtnis ein absolutes Muss ist, wenn man ein anderes Land, eine andere Kultur und vor allem die dort lebenden Menschen verstehen will.

Derzeit arbeitet Haselsberger als Universitätsassistentin am Fachbereich Regionalplanung und Regionalentwicklung der TU. Zuvor war sie als Projektassistentin sowohl an der TU als auch an der BOKU tätig.  
Zusätzlich hat Haselsberger im Rahmen ihres eineinhalbjährigen Forschungsaufenthaltes in Italien wertvolle Erfahrungen sammeln können. Für sie ist es wichtig, dass ihre Forschungsarbeit, die sie mit ihrer Dissertation begonnen hat, nicht in der Schublade verschwindet. Daher möchte sie ein eigenes Projekt auf die Beine stellen - Einreichungen sind bereits geplant.

Neben der Forschungstätigkeit ist es für Haselsberger unerlässlich, ihr Wissen an Studierende weiterzugeben. Sie unterrichtet leidenschaftlich gern, auch wenn es manchmal sehr zeitintensiv ist. Dennoch lehrt sie nicht nur, sondern lernt auch selbst dazu.

Ausgezeichnete Wissenschaftlerin

Beatrix Haselsberger beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit dem aktuellen Thema „Reshaping Europe. Borders’ Impact on Territorial Cohesion“. Als einer der ExpertInnen auf diesem Gebiet wurde sie neben dem Dr. Maria Schaumayer-Förderpreis auch mit anderen Auszeichnungen gewürdigt:

Im Dezember 2010 wurde ihre Dissertation mit dem Award of Excellence 2010 ausgezeichnet: Ein Preis, den das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung für die besten österreichischen Dissertationen des jeweiligen Jahrganges vergibt. Zuvor wurde ihr im November 2010 der Rudolf Wurzer Preis für Raumplanung und im April 2007 der Theodor Körner Preis verliehen. Auch auf Europäischer Ebene konnte sie bereits nennenswerte Erfolge erzielen: Im Oktober 2010 wurde sie als Finalistin im Rahmen einer von der Europäischen Kommission veranstalteten Early Career Research Competition nach Brüssel eingeladen, um dort ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren.

Grenzen zwischen Beruf und Privatem

Für Haselsberger ist es besonders wichtig Beruf- und Privatleben zu trennen und vor allem auch einmal richtig abschalten zu können, was ihr jedoch – wie sie gesteht – nicht immer ganz gelingt. Sport ist für die Forscherin ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens: Sie powert sich beim Laufen aus, was ihr hilft, ihre Arbeit auch einmal zu vergessen. Auch die Natur hat für die Villacherin eine ausgleichende Wirkung, weshalb sie gerne einmal am See entspannt bzw. die Bergwelt beim Wandern im Sommer und beim Ski- und Snowboardfahren im Winter auf sich einwirken läßt.