News

Logischer September an der TU Wien

Die "Vienna Logic Weeks" rücken die Logik in der Informatik ins Rampenlicht.

September an der TU Wien. Logisch.

September an der TU Wien. Logisch.

September an der TU Wien. Logisch.

September an der TU Wien. Logisch.

Vienna Center for Logic and Algorithms (VCLA)

Vienna Center for Logic and Algorithms (VCLA)

Vienna Center for Logic and Algorithms (VCLA)

Vienna Center for Logic and Algorithms (VCLA)

Der September 2012 wird an der TU Wien ganz im Zeichen der Logik stehen: Mit zwei Konferenzen, einer Summer School und einem Workshop zu Themen von Computational Logic über künstliche Intelligenz bis zu Datenbanken und Webtechnologien wird durch die Vienna Logic Weeks 2012 die Bedeutung von Wien als Zentrum für Logik und Algorithmen in Informatik verstärkt.

Mit dem bedeutenden Logiker und Informatikwissenschaftler Bob Kowalski vom Imperial College (London) wurde ein herausragender Plenarsprecher für die Vienna Logic Weeks gewonnen. Kowalski ist als Vater der logik-basierten Programmierung, darunter Prolog, bekannt und Träger zahlreicher Auszeichnungen.

Denken in Bedeutungsnetzen
Das große Thema der 8th Reasoning Web Summer School und der 6th International Conference on Web Reasoning and Rule Systems (RR 2012) sind die Grundlagen und aktuelle Forschung im Bereich des Semantischen Web. Im Semantic Web werden Informationen anhand ihrer Bedeutungszusammenhänge verknüpft. Diese Art, Informationen zu erfassen, war bisher nur Menschen vorbehalten – nun sollen auch Computer lernen, auf diese Weise mit Information umzugehen.
Reasoning, oder logisches Schließen, ist hier unverzichtbar. Es erlaubt, Resultate für komplexe Suchanfragen innerhalb großer Datenbestände schneller zu ermitteln als bisher verwendete Software. Bereits heute ist Reasoning ein wichtiger Teil von Software, die bei Workflow-Systemen oder Web-Services zum Einsatz kommt und dient als wichtiges Werkzeug für Anfragen im Semantic Web.
Der 2nd International Workshop on the Resurgence of Datalog in Academia and Industry (Datalog 2.0, 2012) ist thematisch ebenfalls in diesem Bereich angesiedelt. Er dreht sich um die Datenbank-Programmiersprache Datalog, welche unter anderem für Datenbanken im Bereich des Semantic Web verwendet wird. Datalog zeichnet sich durch seinen deklarativen Charakter aus, d.h. man beschreibt, was gemacht werden soll anstatt die Art, wie es gemacht werden soll. Dadurch hat sich Datalog in jüngster Zeit auch als die geeignete Programmiersprache für zahlreiche Industrie-Anwendungen vom Logistik-Bereich bis hin zum Business Data Bereich etabliert.

Computerprogramme helfen beim Argumentieren
Einen weiteren Teil der Vienna Logic Weeks bildet die 4th International Conference on Computational Models of Argument (COMMA 2012), die sich mit Argumentation beschäftigt. Im Bereich der Informatik werden durch Software Argumente geschaffen und bewertet, um das Vorgehen in risikoreichen Situationen wie sie z.B. bei medizinischer Diagnostik oder bei Verbrechensaufklärung auftreten, automatisch zu bestimmen.

Cancer Research UK arbeitet beispielsweise mit einer Software, welche Empfehlungen für die Behandlung von Brustkrebs- und Eierstockkrebspatientinnen in Form von einer Pro-Contra-Gegenüberstellung abgibt. Unterstützt werden diese Empfehlungen mit Verweisen auf klinische Studien und der Auflistung potenzieller medizinischen Kontraindikatoren. Das System bietet eine visuelle Darstellung des Risikogrades einer Behandlung bei den jeweils ausgewählten Kombinationen an spezifischen medizinischen Maßnahmen, wobei es die Patientinnendaten miteinbezieht.

Die Veranstaltungen finden im Zeitraum von 3. bis 13. September 2012 im Hauptgebäude der TU Wien statt.

Mehr dazu: http://www.vcla.at/events/vienna-logic-weeks_2012