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LHC in Betrieb

Im Forschungszentrum CERN geht heute, Mittwoch 10.9.2008, der weltweit energiereichste Teilchenbeschleuniger in Betrieb.

LHCb Magnet (© CERN)

LHCb Magnet (© CERN)

LHCb Magnet (© CERN)

LHCb Magnet (© CERN)

Der LHC (Large Hadron Collider) ist ein ringförmiger Beschleuniger in einem 27 km langen Tunnel an der schweizerisch-französischen Grenze. Heute werden im Beschleuniger als erste Stufe der Inbetriebnahme die ersten Protonenstrahlen den Ring umrunden. Hierbei bewegt sich ein Teilchenstrahl im Uhrzeigersinn und ein zweiter in entgegen gesetzter Richtung. In diesem Tunnel sind supraleitende Magneten angebracht, welche die Strahlen in kreisförmigen Bahnen zwingen. An vier Stellen im Ring werden die beiden Teilchenstrahlen dann so abgelenkt, dass sie zusammen stoßen.

Die PhysikerInnen wollen erforschen, was bei solchen Kollisionen passiert. Sie hoffen unter anderem, dass noch nicht nachgewiesenen Elementarteilchen, wie das Higgs-Bosons entstehen könnten. Diese Teilchen sind nach dem britischen Physiker Peter Higgs benannt. Sollten sie entdeckt werden,  würden wir verstehen, warum Teilchen überhaupt Masse besitzen. In diesem Fall würde Peter Higgs wohl für seine Arbeit auch den Nobelpreis erhalten.  Weiters könnte man Erkenntnisse erhalten, welche zu einer Vereinheitlichung der vier Grundkräfte der Natur führen oder die Frage lösen, ob es noch weitere Dimensionen neben der uns bekannten vier Dimensionen gibt.

Als Nebenprodukte könnten  unter gewissen Umständen auch so genannte „Schwarze Minilöcher“ erzeugt werden. Den Vorwurf von KritikerInnen, dass dies eine Gefahr für die Erde darstellen könnte, wurde von CERN jedoch entschieden zurückgewiesen. Diese „Schwarzen Minlöcher“ sind mikroskopisch klein und überleben höchstwahrscheinlich nur einige Nanosekunden.

Wie der größte Teilchenbeschleuniger funktioniert erklärt in unterhaltsamer Weise der „LHC-Rap“ auf YouTube

Nähere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier