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Korridore durch die Architekturgeschichte

Der Architekturtheoretiker Mark Jarzombek vom MIT hält einen Vortrag an der TU Wien.

Mark Jarzombek

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Der Fachbereich Architekturtheorie lädt zum Abendvortrag von Prof. Mark Jarzombek mit dem Titel "Corridic Modernity". Im Vortrag verfolgt Mark Jarzombek die soziale Konstruktion von Geschwindigkeit in der Architektur. Er findet sie in der Geschichte des Korridors als Kommunikationsmittel, die im Spanischen Reich sowie im Viktorianischen England begann und letztlich von einem bestimmten Typ der Moderne begeistert verinnerlicht wurde.

Vortrag: "Corridic Modernity"
20.3.12, 19:00 Uhr,
Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, Hauptgebäude,
Stiege I, Kuppelsaal im Dachgeschoß, 1040 Wien
www.a-theory.tuwien.ac.at/Veranstaltungen/MarkJarzombek 

Mark Jarzombek ist Professor für Geschichte und Theorie der Architektur, sowie Associate Dean der School of Architecture and Planing des MIT (Massachusetts Institute of Technology), Boston, USA. Er gilt als einer der bedeutendsten Autoren in den Feldern von historischer Analyse und zeitgenössischer Theorie der Architektur. Er lehrt seit 1995 am MIT.

Architektur und Zeit
In "Psychologizing of Modernity" (2000) hinterfragt Jarzombek das System psychologischer Begriffe, das üblicherweise und unhinterfragt bemüht wurde und wird, um auf moderne Weise Kunst und Architektur zu charakterisieren. Auch aktuelle Schlagwörter im Alltagsdiskurs werden von ihm kritisch reflektiert. Zuletzt erregten Texte von Jarzombek zu Nachhaltigkeit und Globalisierung, unter anderem wegen seiner Kritik an der damit einhergehenden Verlagerung der kulturellen Rolle von Architekturschaffenden, internationales Aufsehen. "Seine Beiträge zum Architekturdiskurs gehen immer von präzisen Analysen aus und sind bei hohem Anspruch erfrischend. Mit treffsicherer Kritik stellt er die Selbstverständlichkeiten des Mainstreams in den beteiligten akademischen Diskursen in Frage", sagt Oliver Schürer vom Institut für Architekturwissenschaften der TU Wien.

In seinem vielleicht bekanntesten Werk "A Global History of Architecture" (2006), entwickelt Jarzombek eine Alternative zur eurozentristischen Architekturgeschichte. Beginnend 3200 v. Chr. werden Entwicklungen der Architektur globalen Perspektive kritisch betrachtet und zeitgenössisch reflektiert.

Mark Jarzombek war CASVA Fellow (1985), Post-doctoral Resident Fellow am J. Paul Getty Center for the History of Humanities and Art, Santa Monica, California (1986), Fellow am Institute for Advanced Study, Princeton, NJ (1993), weiters am Canadian Center for Architecture (2001) und am Sterling and Francine Clark Art Institute (2005).

Kontakt:
Fachbereich Architekturtheorie/Institut für Architekturwissenschaften
Oliver Schürer
schuerer@a-theory.tuwien.ac.at
T +43-1-58801-25122

 

 

Foto: Jeanbaptisteparis, Creative Commons 2.0