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Kommunikative WissenschaftlerInnen gesucht!

Wer das eigene Arbeitsgebiet wirklich verständlich und unterhaltsam vermittelt, kann das Publikum beim „Science Slam“ für sich gewinnen und beim Saalvoting punkten. Kreative Ideen sind gefragt!

Der theoretische TU-Physiker Florian Libisch erklärt mit viel Humor die „Relativitätstheorie im Bleistiftstrich“. (Copyright: Johannes Braumann)

Der theoretische TU-Physiker Florian Libisch erklärt mit viel Humor die „Relativitätstheorie im Bleistiftstrich“. (Copyright: Johannes Braumann)

Der theoretische TU-Physiker Florian Libisch erklärt mit viel Humor die „Relativitätstheorie im Bleistiftstrich“.

Der theoretische TU-Physiker Florian Libisch erklärt mit viel Humor die „Relativitätstheorie im Bleistiftstrich“.

Nach dem Vorbild von „Poetry Slams“ veranstaltet TU-Physiker Bernhard Weingartner seit kurzem "Science Slams" in Wien. Nach dem enormen Publikumsinteresse beim ersten Slam Ende November wurde der 2. Science Slam in ein deutlich größeres Lokal verlegt. Aber auch der Jazzclub „Reigen“ in Wien Hietzing war Ende Jänner bis auf den letzten Platz besetzt, als sechs WissenschaftlerInnen ihre Themen in wenigen Minuten verständlich und unterhaltsam auf die Bühne brachten. Von Immuninformatik über Amerikanistik, Insekten- und Altersforschung bis zu künstlicher Intelligenz und theoretischer Physik: Mit vielen kreativen Ideen wurde dem Publikum ein breites Spektrum an aktuellen Forschungsprojekten kurz und bündig präsentiert.

Weinflasche und Hula-Hoop-Reifen, Legosteine und Plüschtiere kamen zum Einsatz, um die gesundheitsfördernde Wirkung von Wein, den Kampf von Fadenwürmern gegen die schädliche Reblaus und die Entwicklung von neuen Impfstoffen zu verdeutlichen. Florian Libisch vom Institut für theoretische Physik der TU Wien stellte sein komödiantisches Talent unter Beweis und erläuterte in einer Doppelrolle als Wissenschaftler und Laie die faszinierenden Eigenschaften von Graphen. Als einziger Geisteswissenschaftler in der Runde konnte der Amerikanist Georg Drennig sein abstraktes Forschungsgebiet „Das global Imaginäre“ sehr anschaulich vermitteln, indem er Alltagsgegenstände wie Stoffsackerl, Outdoorjacke und Hausmüll strategisch auf der Bühne platzierte und die identitätsstiftende Funktion dieser Symbole deutlich machte. Damit überzeugte er das Publikum und wurde per Saalvoting zum Slam-Champion gekürt.

Komplexe Themen in wenigen Minuten so darstellen, dass sie jeder im Publikum versteht - dieser Herausforderung kann man sich am 15. März wieder stellen. Außer Powerpoint sind alle Hilfsmittel erlaubt, um das Publikum im Cafe Reigen für das eigene Forschungsthema zu begeistern. Anmeldung und weitere Infos unter www.scienceslam.at.

Alle, die nicht selbst auf der Bühne stehen wollen, können an einem gemütlichen und inhaltlich höchst bunten Abend den Science-Slam-Preis vergeben. Entscheiden Sie mit!

3. Science Slam Vienna
Di, 15.3.2011, 20:00 Uhr, Cafe Reigen, Hadikgasse 62, 1140 Wien (U4 Hietzing)
Eintritt frei!
Kartenreservierung unter karten@scienceslam.at

Nähere Informationen:
Dipl.-Ing. Bernhard Weingartner
Technische Universität Wien
T: +43-699-88788246
bernhard.weingartner@tuwien.ac.at