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Können österreichische Unternehmen in einer multipolaren Welt bestehen?

Das erste Get-together von TUtheTOP, dem High Potential Programm der Technischen TU Wien, stand ganz im Zeichen des diesjährigen Generalthemas „Die Zukunft beginnt jetzt – Gesellschaft, Wirtschaft, Technologie im Jahr 2030“.

Interessierte ZuhörerInnen

Interessierte ZuhörerInnen

Interessierte ZuhörerInnen

Interessierte ZuhörerInnen

Intensives Networken im gemütlichen Rahmen

Intensives Networken im gemütlichen Rahmen

Intensives Networken im gemütlichen Rahmen

Intensives Networken im gemütlichen Rahmen

Klaus Malle, Country Managing Director von Accenture Österreich, dem Mainpartner des High Potential Programms der TU Wien, lud die 61 KandidatInnen des TUtheTOP Programms am 17.11.2009 in das Alte Börsegebäude am Schottenring.

Ingrid Reisenbichler
, Recruiting Fachfrau von Accenture, sprach die Begrüßungsworte, anschließend lauschten die TeilnehmerInnen nach einer kurzen Vorstellung des Unternehmens dem spannenden Vortrag von Klaus Malle. Als Ziel seines Vortrages nannte er Denkanstöße zum Generalthema geben zu wollen und gab dem Wunsch nach anschließenden Diskussionen Ausdruck. Die Erfüllung seines Wunsches sollte nicht lange auf sich warten lassen.

Die ökonomische Weltkarte habe sich laut Malle in den letzten fünf Jahren massiv verändert. Die Liberalisierung des Welthandels, die multinationalen Großkonzerne und die Revolution in der Informationstechnologie führten zu massiven wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Veränderungen. Die alte Triade USA, Westeuropa und Japan ist im Begriff von neuen Wirtschaftsmächten wie China, Indien und Russland, Brasilien, Mexiko und Südkorea, aber auch Australien abgelöst zu werden. Prognosen zeigen, dass es allein in China 2025 250 Mio. Mittelstandshaushalte geben werde (Stand 2007: 123 Mio. in China und Indien zusammen). Erwartete 60% des globalen BIP - statt heute 45% - werden auf den neuen Märkten erwirtschaftet werden. Ein Wetteifern um Ressourcen und Märkte sei die logische Konsequenz.

Die lebhaften Diskussionen schon während des Vortrags ließen die Aktualität des Generalthemas deutlich erkennen. Ängste wie „wird Europa von China gekauft?“ oder „Muss Europa zuerst untergehen, bis es sich neu positionieren kann?“ kanalisiert Klaus Malle auf fünf zentrale Themen, auf die Unternehmen zukünftig ihren Schwerpunkt legen werden müssen, um erfolgreich zu bleiben: Talente, Innovationen, Ressourcen, Kunden und Kapital. Eine Dezentralisierung der „Megacities“, neue gesetzliche Rahmenbedingungen, die Konzentration auf neue Technologien, internationales Talentmanagement, waren nur einige weitere angeschnittene Themenbereiche.

Wesentliches Fazit nach Klaus Malle: Österreichische Unternehmen können auf solch einem multipolaren Markt nur reüssieren, wenn verstärkt Ressourcen in Innovationsmanagement, F&E, Wissensmanagement und Bildung einfließen würden, Unternehmensführung und Diversity Management untrennbar verbunden wären.

Als persönlichen Tipp gab Klaus Malle den ZuhörerInnen die Empfehlung, jedenfalls ein Auslandssemester in China zu absolvieren, um für die Herausforderung einer Mitgestaltung des „Europas der Zukunft“ gerüstet zu sein.

Alles in Allem also ein Generalthema, das umfassend und zukunftsschwer viele Problemfelder an diesem Abend nur streifen konnte und noch viele weitere Abende gefüllt hätte. Die engagierte Interaktivität der ZuhörerInnen setzte sich beim anschließenden gemütlichen Buffet noch weiter fort und ließ noch viele weitere Diskussionen erahnen.

Zur Person Klaus Malle

Kontakt und weitere Informationen zum Programm unter http://www.tuthetop.at