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Knochen, Holz und Spritzbeton

Prof. Christian Hellmich erhielt den prestigeträchtigen Huber-Preis für die Erforschung besonders kompliziert strukturierter Materialien.

Prof. Christian Hellmich

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Mit einem besonders ehrenvollen Preis wurde Prof. Christian Hellmich (Institut für Mechanik der Werkstoffe und Strukturen) ausgezeichnet: Die größte Bauingenieur-Gesellschaft der Welt, die ASCE (American Society of Civil Engineers), verlieh ihm den „Walter L. Huber Civil Engineering Research Prize“.

Auf die Struktur kommt es an.
Wie hängen die Eigenschaften eines Materials mit seiner mikroskopischen Struktur zusammen? Diese Frage ist wichtig, wenn man Materialeigenschaften gezielt verbessern will. Es gibt allerdings Materialien mit besonders komplizierter Mikrostruktur, die sehr schwer zu verstehen sind – etwa Beton, Holz oder auch Knochen. Genau auf diese Materialien hat sich Prof. Christian Hellmich spezialisiert.

„All diese Materialien zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine hierarchische Struktur aufweisen“, erklärt Hellmich. Sie sind aus Strukturen aufgebaut, die ihrerseits wieder aus kleineren Strukturen bestehen – das Material muss also auf unterschiedlichen Größenskalen analysiert werden. Um das zu ermöglichen, entwickelt Christian Hellmich mit seinem Team spezielle Computersimulationen.

Von Spritzbeton bis Medizin

Die materialwissenschaftlichen Erkenntnisse, die man daraus gewinnt, sind für den Betonbau interessant – etwa für die „Neue Österreichische Tunnelbau-Methode“. Doch auch in die Biomedizin haben Hellmichs Arbeiten mittlerweile Eingang gefunden.

Eingereiht in eine Liste großer Namen
Im Rahmen der jährlichen Konferenz des Engineering Mechanics Institutes der ASCE wurde Christian Hellmich am 19. Juni der Huber-Preis überreicht. Dass dieser prestigeträchtige Preis der US-amerikanischen Organisation an einen Europäer geht, ist recht ungewöhnlich.

Zu den bisherigen Preisträgern gehören herausragende Forschungspersönlichkeiten wie Raymond D. Mindlin (ein wichtiger Theoretiker in der Elastizitäts- und Verformungslehre) oder auch Klaus-Jürgen Bathe, ein Pionier der Finite-Elemente-Methode.