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Kardinal-Innitzer-Preis 2003 geht an Computerpionier Zemanek

wird am 20. Dezember von Kardinal Schönborn ausgezeichnet.

Wien (APA) - Der Wiener Informationstechniker Heinz Zemanek, Vater des legendären "Mailüfterls", einer der ersten Computer Europas, wird für sein wissenschaftliches Lebenswerk mit dem diesjährigen Kardinal-Innitzer-Preis ausgezeichnet. Die Auszeichnung überreicht laut einem Bericht von Kathpress Kardinal Christoph Schönborn bei einem Festakt am 20. Dezember.



Heinz Zemanek wurde am 1. Jänner 1920 in Wien geboren. Nach der Kindheit in Slowenien besuchte er in Wien die Schule und studierte an der Technischen Universität (TU) Wien Nachrichtentechnik. Im Dezember 1944 erlangte er an der TU seinen ersten akademischen Grad, den Diplomingenieur. Nach Kriegsende und einem Jahr Berufserfahrung in Deutschland kam er nach Wien zurück und gründete eine Firma. 1947 begann er seine Lehrtätigkeit an der Wiener TU und verbrachte in der Folge auch ein Studienjahr an der Sorbonne in Frankreich.



Mit der Entwicklung des "Mailüfterls", eines volltransistorischen, binär-dezimalen Rechenautomaten, begann er 1954. "Mailüfterl" hieß die Anlage deshalb, um der Großrechnerphilosophie der damaligen "Whirlwind"-Entwicklung in den USA die Philosophie einer kleineren Technik entgegenzusetzen. Mit Hilfe des "Mailüfterl-Teams" konnte Zemanek 1958 den Aufbau fertig stellen. 1961 übersiedelte sein Team zu IBM; es folgte dem Angebot, unter der Federführung Zemaneks ein Forschungs-Laboratorium in Wien aufzubauen. Dessen Hauptleistung stellte in der Zeit von 1961 bis 1976 die formale Definition der Programmiersprache PL/1 dar.