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Junge Bauingenieure der TU Wien für Vienna View-Tower ausgezeichnet

Ralf Brenner (Bild o.) und Gerhard Kaufmann, beide Bauingenieurwesen-Studenten der TU Wien, wurden für ihre Ideen zur Planung eines Stahlbeton-Aussichtsturmes für Fußgänger mit dem Ingenieurpreis für Studenten der Österreichischen Beton- und Zementindustrie ausgezeichnet. Die Preisverleihung war am 24. November 2004.


Der Ingenieurpreis wird in Form eines Hauptpreises (Dotation 14.000,- Euro) und eines Sonderpreises für Studierende (3.000,- Euro) verliehen. Für beide Preise gilt: prämiert werden herausragende Projekte, bei deren Konstruktion der Werkstoff Beton eine große Rolle spielt. Gefragt sind Innovation und Kreativität, vor allem die vielfältigen technischen Möglichkeiten beim Einsatz von Beton sollen verdeutlicht werden.



Vienna View-Tower ? Konstruktion und Formgebung haben die Jury überzeugt



Im Rahmen der Lehrveranstaltung "Konstruktion und Form" (Prof. Andreas Kolbitsch, Institut für Hochbau und Technologie an der TU Wien) mussten die angehenden Bauingenieure einen Stahlbeton-Aussichtsturm für Fußgänger planen. Als fiktiver Standort wurde die Jubiläumswarte in 1160 Wien gewählt. Mit zu berücksichtigen war die Neuplanung eines Gebäudes für die ortsansässige Waldschule. Darüber hinaus musste eine sinnvolle Nutzung des Schulgebäudes in Zusammenhang mit der Aussichtswarte projektieret werden.



ViennaViewTower, Klick to enlarge!, öffnet in einem neuen Fenster Die beiden jungen TU Wien-Studenten Ralf Brenner und Gerhard Kaufmann haben die Jury mit ihrem Entwurf Vienna View-Tower am meisten beeindruckt. Sie haben für Ihre Konstruktion eine weiße Pigmentierung des Stahlbetons gewählt, wodurch sich der Aussichtsturm harmonisch in seine Umgebung einfügt. In 37,40 m Höhe dient eine Tribüne mit Sitzflächen für 61 Personen als Aussichtsplattform, die mit einem Membrandach beschattet wird.


Die Auszeichnung für das TU Wien-Duo wurde von den Juroren so begründet:

Der Vienna-View Tower ist unter allen eingereichten Arbeiten, die alle von der Konstruktion und Ausformung interessant sind, das Highlight. Es besticht durch seine besondere Formgebung, dem Öffnen nach oben und der Einladung dem höchsten Punkt, der Freiheit des Blickes zuzustreben. Die Lösung der Aussichtsplattform mit der Möglichkeit zu sitzen und dies außerdem noch mit einer optimalen Höhenstaffelung ist besucherfreundlich und besonders begrüßenswert. Statisch konstruktiv werden an die Betonbauteile höchste Anforderungen gestellt, die jedoch mit den heute zur Verfügung stehenden Betonqualitäten durchaus erfüllt werden können.



Die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Architekten und Konstrukteur spiegelt diese innovative Ingenieurleistung wieder und rechtfertigt den Sonderpreis für Studierende.

 

 

 


Ingenieurpreis für Studierende ? Anreiz für Ingenieure der Zukunft



DI Felix Friembichler, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie, argumentiert den Sonderpreis für Studierende damit, dass auch für die Ingenieure der Zukunft Anreize geschaffen werden, sich mit dem Jahrhundertbaustoff Beton intensiver auseinander zu setzen.



Vergeben wird der Ingenieurpreis der Österreichischen Beton- und Zementindustrie von der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ), dem Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) und dem Güteverband Transportbeton (GVTB) - 2004 bereits zum dritten Mal unter dem Motto "Bauen in Beton".



Die Jury für den Ingenieurpreis 2004


  • Christoph Achammer, Technische Universität Wien, Institut für interdisziplinäres Bauprozessmanagement
  • Franz Deix, Magistratsdirektion-Stadtbaudirektion, Gruppe Tiefbau
  • Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Lindlbauer, Zivilingenieur für Bauwesen
  • Anton Obholzer, Zivilingenieur für Bauwesen
  • Bernd Wolschner, Präsident des Verbandes Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke
  • Felix Friembichler, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie