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Informatikerin Agata Ciabattoni neue FEMtech-Expertin

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) hat die FEMtech-Expertin für November 2013 ernannt: Agata Ciabattoni forscht und lehrt an der Fakultät für Informatik der TU Wien. Sie ist eine erfolgreiche Universitätsprofessorin, die Kind und Job zusammenbringt.

Agata Ciabattoni  bei der Arbeit

Agata Ciabattoni bei der Arbeit

Agata Ciabattoni bei der Arbeit

Agata Ciabattoni bei der Arbeit

"Als ich nach Wien kam, gab es keine Kinderbetreuung für mein Kind, jetzt ist es schon viel besser!"
"Es geht in die richtige Richtung, derzeit bin ich nach dem Übertritt  meines Sohnes in die Volksschule mit vielen schulfreien Tagen konfrontiert, aber ich kann mein Kind mit in die Arbeit nehmen, und Termine nach 17 Uhr sind auch nicht verpflichtend. Fein wäre es noch für Eltern, die für Konferenzbesuche auch in der Nacht oder im Ausland  Kinderbetreuung benötigen, dafür  eine finanzielle Unterstützung zu bekommen," sagt Agata Ciabattoni, die mit Begeisterung  im Arbeitsbereich Theoretische Informatik und Logik des Instituts für Computersprachen tätig ist und gerne Vorbild für junge Frauen in der Informatik ist.

Spitzenforschung für die Untersuchungen nichtklassischer Logik
Vor zwei Jahren erhielt Agata Ciabattoni den START-Preis. Diese Auszeichnung war der Startschuss für ihr ambitioniertes Projekt "Nichtklassische Beweise: Theorie, Automatisierung, Anwendung". Nichtklassische Logiken stellen formale Sprachen zum methodischen Schließen
in Anwendungsbereichen  der Künstlichen Intelligenz, Informatik und Mathematik bereit. Wichtige Beispiele sind der Bezug auf Wissen von Agenten, dynamische Datenstrukturen, Modelle vager Information, Berechnungsressourcen, bzw. unterschiedliche algebraische Strukturen, die aktuell verstärkt in verschiedenen Disziplinen zum Einsatz kommen. Das Projekt betrifft die Entwicklung von theoretischen und praktischen Werkzeugen, die der systematischen Untersuchung  von nichtklassischen Logiken dienen. Im Fokus stehen dabei nicht spezifische einzelne Logiken, sondern möglichst uniforme und allgemeine Resultate. Dabei stehen zwei Ziele im Vordergrund

  1. Unterstützung für ForscherInnen und AnwenderInnen diverser Logiken zu bieten und
  2. offene Fragen über Verbindung von spezifischen nichtklassischen Logiken und verwandten algebraischen Strukturen zu beantworten.

Interesse an Logik schon in jungen Jahren
"Ich hatte immer schon eine Vorliebe für Mathematik, dachte aber, dass ich mit Informatik mehr Möglichkeiten habe", resümiert Agata Ciabattoni ihre Entscheidung für das Informatikstudium in Bologna. Ihre Leidenschaft für die Logik konnte sie so dennoch fortsetzen und absolvierte ihren PhD in Mailand. Im Jahr 2000 erhielt Agata Ciabattoni dann ein Marie-Curie-Stipendium an der TU Wien und habilitierte sich im Bereich Computational Logic. Ihre aktuellen Schwerpunkte liegen in den Forschungsbereichen Fuzzy Logic und Algebraic bzw. Structural Proof Theory.

Webtipp Agata Ciabattoni 

Monatliche Kür von FEMtech-Expertinnen
Ziel des Projektes FEMtech ist es, erfolgreiche Frauen in Forschung und Technologie in Österreich sichtbar zu machen und ihren Forschungsarbeiten eine Plattform zu bieten. Die Nominierung für die „Expertin des Monats“ erfolgt durch die Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technologie (ÖGUT), die Auswahl durch eine interdisziplinär besetzte Jury. Eine der VertreterInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Personalmanagement ist Rektorin Sabine Seidler.

FEMtech ist Teil der Initiative fFORTE, die vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung sowie von den Bundesministerien für Wissenschaft und Forschung (bmwf), für Unterricht, Kunst und Kultur (bmukk), für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) sowie für Wirtschaft, Familie und Jugend (bmwfj) getragen wird.


Bild:
© JOHAM Stefan