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Hygiene-Preis für Forscher der TU Wien

Der von Unilever gestiftete Österreichische Hygiene-Preis ging in diesem Jahr neben einem Absolventen der Veterinärmedizinischen Fakultät an Georg H. Reischer, Technische Universität (TU) Wien, für die Entwicklung neuer Methoden zur Herkunftsbestimmung fäkaler Kontamination von Wasser

Georg H. Reischer vom Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften an der TU Wien beschäftigt sich mit neuen Methoden auf dem Gebiet des "Microbial Source Tracking". Das mikrobiologisch-hygienische Risiko, das mit der Nutzung von Gewässern verbunden ist, kann den Angaben zufolge mit klassischen Indikatorparametern beurteilt werden, diese geben allerdings keinen Aufschluss über die Quelle der Kontamination (menschlicher oder tierischer Herkunft). Reischer und sein Team entwickelten nun zwei Methoden, um diese festzustellen.

Dabei wird der Nachweis von genetischen Markern von im Darm von Menschen bzw. Wiederkäuern vorkommenden Bakterien (Phylum Bacteroidetes) mittels einer quantitativen real-time Polymerase- Kettenreaktion erstellt. Die einfache und standardisierbare Methodik erlaube groß angelegte Evaluierungsstudien und könne künftig als routinemäßiges Nachweisverfahren zum Einsatz kommen, so die Forscher. Weiters versprechen die beiden Methoden wichtige Informationen für Konzepte zur Sicherung der Wasserqualität, heißt es in der Aussendung.

Die mit insgesamt 4.400 Euro dotierte Auszeichnung wurde im Rahmen der Eröffnung des 19. Dosch-Symposiums der Österreichischen Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin (ÖGHMP) im Mai in Millstatt (Kärnten) verliehen, teilt Unilever in einer Aussendung mit.

Quelle: "APA-JOURNAL Forschung" vom 04.06.2007