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Houska-Preis geht an TU Wien-Kooperationsprojekt der Swimsol GmbH

SolarSea stellt das erste meerestaugliche, schwimmende Solarsystem dar und wurde nun mit dem Houska-Hauptpreis ausgezeichnet.

Der Houska-Preis 2018

Tropische Inselstaaten benötigen wie alle anderen Staaten auch Strom. Dieser wird derzeit überwiegend durch Dieselgeneratoren produziert, was teuer ist und auch der Umwelt schadet. Gerade in tropischen Gebieten mit hoher Sonneneinstrahlung würden sich Solaranalgen anbieten, allerdings ist auf Inseln der dafür nötige Platz begrenzt. Zusätzlich stellen das Salzwasser und der oftmals hohe Wellengang hohe Anforderungen an verwendete Materialien und die Art der Konstruktion. Die Swimsol GmbH entwickelte mit SolarSea das erste meerestaugliche, schwimmende Solarsystem und gewann damit den Houska-Hauptpreis in der Kategorie „Forschung & Entwicklung in KMU“ in der Höhe von 150.000 Euro.

Mit gebündelter Expertise zum Erfolg
Um viele der Fragen, die sich in der Entwicklung von SolarSea stellten zu lösen, entstand eine Forschungskooperation mit mehreren Instituten der TU Wien: Die entwickelte Konstruktion, die Wind und Wellen standhalten muss, entstand am Institut für Fertigungstechnik und Hochleistungslastertechnik mit Hilfe eines eigens entwickelten Simulationstools. Dieses simuliert die dynamischen Belastungen der Plattform und war die Grundlage für den ersten Prototyp.  Am Institut für Energietechnik und Thermodynamik wurde ein Wellengenerator gebaut, um Tests im Wellenbecken und im Windkanal zu ermöglichen. Das Institut für Mechanik der Werkstoffe und Strukturen klärte die Frage, welches Material für die Plattform, auf der die Solarpaneele liegen sollten, am besten geeignet ist. Am Institut für Energiesysteme und elektrische Antriebe konnte die Frage der Einspeisung des Solarstroms in die Stromnetze tropischer Inseln geklärt werden.

Über den Houska-Preis
Der Houska-Preis wird seit 2005 vergeben und wird von der B&C Privatstiftung finanziert. Die Zielsetzung des Preises ist die „Förderung des österreichischen Unternehmertums“. Mit einer Dotierung von 400.000 Euro zählt er zu Österreichs größten privaten Forschungspreisen.
www.houskapreis.at 

Foto: © B&C/APA-Fotoservice/Hörmandinger