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Heyn-Denkmünze für Prof. Degischer

Die deutsche Gesellschaft für Materialkunde verleiht am 1. September 2008 ihre höchste Auszeichnung, die Heyn-Denkmünze, an o. Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Hans Peter Degischer. Sie würdigt damit seine grundlegenden Arbeiten und wegweisenden Forschungs¬ergebnisse im Bereich der zellularen Metalle und der modernen Verbundwerkstoffe.

Hans Peter Degischer

Hans Peter Degischer

Hans Peter Degischer

Hans Peter Degischer

Peter Degischer wurde 1945 in St. Jakob in Osttirol geboren und wuchs in St. Pölten auf. Nach dem Abitur 1963 studierte er Technische Physik an der TU Wien, erhielt 1968 sein Diplom und wechselte danach für ein Jahr an die Universität Cambridge, wo er 1969 das Certificate of Postgraduate Studies in Metallphysik erhielt. Er beschäftigte sich in dieser Zeit an den Cavendish Laboratories zudem mit der Untersuchung des Diffraktionskontrastes kohärenter Ausscheidungen in einer Kupferlegierung und verwendete damals bereits computergestützte Methoden zur Simulation des Dehnungsfeldes um diese Ausscheidungen. Nach der Rückkehr an das Institut für Angewandte Physik der TU Wien wurden diese transmissionselektronen¬mikroskopischen Arbeiten und die Berechnungen ein wesentlicher Anteil seiner Dissertation (1971).
Im Anschluss an das Doktoratsstudium war er zunächst für ein Jahr wissenschaftlicher Mitarbeiter der Österreichischen Gesellschaft für Atomenergie in Seibersdorf. Danach trug er drei Jahre lang als Vertragsprofessor in der Physikabteilung der Universidad de Oriente in Cumaná (Venezuela) zur studentischen Ausbildung bei. Bis heute betreut er einige DiplomandInnen und DoktorantInnen aus Lateinamerika.

1975 kehrte Peter Degischer nach Österreich zurück und beschäftigte sich in den folgenden 12 Jahren am Institut für Werkstofftechnologie des ÖFZ Seibersdorf mit der Entwicklung und Charakterisierung von Hochtemperatur-Eisenbasislegierungen und höchstfesten Aluminiumlegierungen.

Nach seinem Wechsel zur Austria Metall AG 1987 baute er von 1994 bis 1997 das Leichtmetall-Kompetenzzentrum Ranshofen auf.

1995 kam Peter Degischer als ordentlicher Universitätsprofessor für Grundlagen der Werkstoffkunde und der Werkstoffprüfung zurück an die TU Wien. Seit 2002 ist er Sprecher des „TU Wien Materials Research Clusters“.  

Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V., kurz DGM, ist eine technisch wissenschaftliche Gesellschaft auf dem Gebiet der Werkstoffe. Sie widmet sich den werkstoffkundlichen Aspekten bei der Herstellung, Verarbeitung und Anwendung metallischer und nichtmetallischer Materialien. Ihr Ziel ist die Förderung neuer Erkenntnisse in Wissenschaft und Technik, die Verbreitung des Wissensstandes auf diesem Gebiet und die Umsetzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die industrielle Praxis.
 
Heyn-Denkmünze
Die Heyn-Denkmünze wird verliehen für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Metallkunde, durch die wesentliche Fortschritte in der Entwicklung der Nichteisenmetalle in wissenschaftlicher, praktischer oder wirtschaftlicher Hinsicht erreicht worden sind. Sie ist die höchste Auszeichnung der DGM.