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Hall of Fame: Richard Adolf Zsigmondy

Im Portrait: Der Chemiker Richard Adolf Zsigmondy

Adolf Zsigmondy: 01.04.1865 – 24.09.1929

Adolf Zsigmondy: 01.04.1865 – 24.09.1929

Adolf Zsigmondy: 01.04.1865 – 24.09.1929

Adolf Zsigmondy: 01.04.1865 – 24.09.1929

Richard Zsigmondy studierte nach dem Besuch der Oberrealschule in der Josefstadt ab 1883 Chemie zunächst an der medizinischen Fakultät der Universität Wien, dann bis 1887 an der Technischen Hochschule Wien bei Alexander Bauer, Rudolf Benedikt und Johann Oser. 1887 wechselte er an die TH München zu Wilhelm von Miller, dessen Privatassistent er 1889 wurde. Im selben Jahr promovierte er "über die Synthese von Indenabkömmlingen" an der Universität Erlangen zum Doktor der Philosophie. 1890-92 war er Privatassistent des Physikers August Kundt an der Universität Berlin.

1892 ging Zsigmondy als Assistent an die Technischen Hochschule Graz, wo er sich noch im selben Jahr mit der Schrift "Kryolith und seine Stellvertreter in der Glasindustrie" habilitierte. 1897 wechselte er an das Glastechnische Laboratorium der Firma Schott & Gen. in Jena, wo er u.a. das "Jenaer Milchglas" entwickelte. 1900 gab er seine Stelle dort auf, verblieb jedoch bis 1907 als Privatgelehrter in Jena und vertiefte seine Studien zur Kolloidchemie. In dieser Zeit entwickelte er gemeinsam mit dem Physiker Henry Siedentopf das Spalt-Ultramikroskop.

1908 wurde Zsigmondy an die Universität Göttingen als ordentlicher Professor und Direktor des Instituts für organische Chemie berufen und blieb dort bis zu seinem Tod. Er fand dort ideale Forschungsbedingung vor und veröffentliche viele Arbeiten, unter anderem das "Lehrbuch der Kolloidchemie". In dieser Zeit entwickelte er auch das Immersions-Ultramikroskop, den Membran- und den Ultrafeinfilter.

1925 erhielt er "für die Aufklärung der heterogenen Natur kolloidaler Lösungen sowie für die dabei angewandten Methoden, die grundlegend für die moderne Kolloidchemie sind" den Chemie-Nobelpreis, die bedeutendste in einer langen Reihe von Auszeichnungen. Seit 1924 war er korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien, Mitglied zahlreicher weiterer Akademien und wissenschaftlicher Gesellschaften und Inhaber mehrerer Ehrendoktorate.

Sein Bruder, der Mathematiker  Karl Zsigmondy, war Professor an der TH in Wien und Rektor des Jahres 1918/19.

Quellen:
http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/chemistry/laureates/1925/zsigmondy-bio.html
https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Richard_Zsigmondy
http://universal_lexikon.deacademic.com/220806/Chemienobelpreis_1925%3A_Richard_Adolf_Zsigmondy
http://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Bibliothek/TUGraz_200_Jahre/Die_Technik_in_Graz/Richard_Zsigmondy




Bild: © Bildarchiv der Österr. Nationalbibliothek