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Hall of Fame: Josef Maria Eder

Im Portrait: Der österreichische Fotochemiker Josef Maria Eder

Josef Maria Eder: 06.03.1855 – 18.10.1944

Josef Maria Eder: 06.03.1855 – 18.10.1944

Josef Maria Eder: 06.03.1855 – 18.10.1944

Josef Maria Eder: 06.03.1855 – 18.10.1944

Josef Maria Eder studierte ab 1872 an der Universität Wien, unter anderen bei Ludwig Boltzmann, Wilhelm Exner und Eduard Suess, wo er zum Dr. phil. promovierte. Ab 1874 setzte er seine Studien an der chemisch-technischen Fachschule der TH in Wien fort. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann er 1879 als Assistent an der TH Wien. 1880 habilitierte er sich dort über "Die chemischen Wirkungen des farbigen Lichts" für das Fach "Photochemie". 1882 erhielt er eine Chemie-Professur an der Staatsgewerbeschule in Wien und war ab 1890 Direktor der Lehranstalt für Photographie und Reproduktionsverfahren (heute: Graphische Lehr- und Versuchsanstalt),  für die er 1888/89 den Organisationsplan entworfen hatte. 1892 erfolgte die Berufung zum außerordentlichen Professor an die Technische Hochschule in Wien. 1903 wurde ihm der Titel eines ordentlichen Professors verliehen, 1925 folgte die Versetzung in den Ruhestand.

Eder gilt als Mitbegründer und Fortentwickler der modernen Photographie und der experimentellen Photochemie, vor allem durch folgende Entdeckungen: Entwicklung der Gelatinetrockenplatte statt nasser Kollodiumplatten; Untersuchungen über die Sensitometrie; Einführung der Chlorbromsilberemulsionen im Kopierprozess und der orthochromatischen Sensibilisierung.
Eder wurde vielfach geehrt, unter anderem erhielt er 1901 das Offizierskreuz der französischen Ehrenlegion, wurde 1916 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und 1930 Ehrendoktor der Technischen Hochschule in Wien.


Quellen:
Schürmeyer, Walter, "Eder, Joseph Maria Ludwig" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 312-313 [Onlinefassung]; URL: www.deutsche-biographie.de/ppn118687824.html
„Eder Josef Maria.“ in: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 3, 1956), S. 216 [Onlinefassung]; URL: www.biographien.ac.at/oebl_1/216.pdf
 

Foto: © ÖNB/Wien Bildarchiv