News

Habilitationskolloquium im Zeichen des Wohnbaus und der kulturellen Bauten

Caroline Jäger-Klein hält am 29. September 2005 um 10:00 Uhr ihr Habilitationskolloquium für das Fachgebiet ?Architekturgeschichte?. Die Habilitationsschrift widmet sich sowohl dem privaten und gemeinnützigen Wohnbau als auch den Bauten für Kultur und Erziehung.


Das 19. Jahrhundert pflegte seine Architektur ausschließlich in Stilen zu betrachten, das 20. Jahrhundert nur unter funktionellen Aspekten. So entschieden sich die angehenden Architekten im 19. Jahrhundert für das Studium von "Renaissance" oder "Gotik", im 20. Jahrhundert hingegen für "Wohnbau", "Kirchenbau" oder "Städtebau". Die Habilitationsschrift von Caroline Jäger-Klein, die bereits als Buch veröffentlicht ist, teilt die Gebäude der österreichischen Architekturgeschichte hingegenin vierzehn verschiedene Typen ein.

 

Diese Bauwerksgruppen gliedern sich zwischen den Palastbau am Beginn und den Kirchenbau am Ende der Arbeit, die bis 1800 die beinahe einzigen und damit traditionellsten Bauaufgaben der europäischen Baukunst waren. Privater und gemeinnütziger Wohnbau auf der einen und die Bauten für Kultur und Erziehung auf der anderen Seite, gefolgt von den Stätten für Arbeit und Freizeit, flankieren den Kern des Buches über die bis dahin nahezu vorbildlosen Bauwerke einer technischen und sozialen Infrastruktur. Den revolutionären Leistungen österreichischer Architekten und Ingenieure bei der Gestaltung von Verkehrsbauten, Kraftwerken, Krankenhäusern und Irrenanstalten endlich den wohlverdienten Stellenwert innerhalb der Architekturgeschichte zuzuweisen, ist vordringlichstes Anliegen dieses Werks.

 

Habilitationskolloquium für das Fachgebiet "Architekturgeschichte" von Caroline Jäger-Klein

Datum, Uhrzeit: 29. September 2005, 10:00 Uhr s.t.

Ort: Seminarraum 1, Panigltrakt, TU-Hauptgebäude, 1040 Wien, Karlsplatz 13, Stiege 7, 4. Stock