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Guter Start für Töchtertag an der TU Wien

Der Gesamteindruck, der durch die Angaben der jungen Damen zum Töchtertag 2004 entstanden ist, lässt sich folgendermaßen charakterisieren: Der Töchtertag hat den Mädchen und jungen Damen sehr gut gefallen. Imponiert haben vor allem das Kennen lernen des elterlichen Arbeitsplatzes und die Workshops, bei denen die Töchter und deren Freundinnen selbst etwas ausprobieren konnten. Vermisst haben sie eine Vorstellungsrunde, die es ihnen besser ermöglicht hätte, andere Mädchen genauer kennen zu lernen und offensichtlich auch die Möglichkeit, bei einer Nachbesprechung das Erlebte und Gehörte aufzuarbeiten. Als störend wurde von manchen Mädchen die langen Wegzeiten zwischen den einzelnen Stationen erlebt. Ob die jungen Damen auch 2005 an einem Töchtertag an der TU Wien teilnehmen, wird sicherlich von vielen Faktoren abhängen - nicht zuletzt von der Qualität des Programms. Aus heutiger Sicht haben 7 Töchter bzw. Freundinnen angegeben, auch nächstes Jahr wieder dabei sein zu wollen, 13 wissen es derzeit noch nicht.

Ausgewertet und dokumentiert wurden nur jene Antworten des vom Töchtertagbüro der Stadt Wien entworfenen Fragebogens , die sich auf das Programm bzw. die Organisation des Töchtertages an der TU Wien beziehen.



Soweit keine anderen Angaben gemacht werden, konnte auf einer fünfstufigen Skala von 1 bis 5 "gevotet" werden.

Den Arbeitsplatz der Eltern haben die Mädchen als sehr positiv erlebt und zwischen 1 und 3 bewertet (Mittelwert 1,8). Die Gründe für die Bewertung waren sehr unterschiedlich. Sie reichte vom Erlebnis, bei der Arbeit der Mutter oder des Vaters mitgeholfen zu haben bis hin zum "Schnuppern" in die Arbeitswelt des Elternteils.



Das bestätigt sich auch durch die gute Beurteilung der Mädchen des expliziert angeführten Punktes "Wie hat es dir heute gefallen ... am Arbeitsplatz von Vater/Mutter" mit Werten zwischen 1 und 3 (Mittel 1,6).



Lustiger und anstrengender Töchtertag mit tollen Workshops

Die überwiegende Mehrheit der Töchter und Freundinnen hat den Töchtertag als lustig (17) und anstrengend (15) beurteilt. Sie haben festgestellt, dass sie viel gelernt (15), viel Neues kennen gelernt (16) und viele Infos (18) bekommen haben. Erfreulich ist auch die Rückmeldung, dass 15 Mädchen davon überzeugt sind, neue Berufe kennengelernt zu haben.



Die allgemeine Stimmung beim Töchtertag wurde von den Mädchen mit 1,8 (Mittelwert) bewertet, die schlechteste "Note" war 3.



Auffallend und sehr positiv ist, dass die Workshops (im Mittel mit 1,3 bewertet) unter allen zu beurteilenden Items am besten abgeschnitten haben. Anmerken muss man aber, dass dafür hauptsächlich die Chemie-Workshops (siehe weiter unten) ausschlaggebend waren.



Der Ansicht, Leute kennen gelernt zu haben, schließen sich eher wenig Mädchen an. Mit einem Mittelwert von 2,7 wurde dieser Punkt des Töchtertages am schlechtesten bewertet. Auf jeden Fall ein wichtiges Thema für den Töchtertag 2005 - eine kurze Vorstellungsrunde und auch eine gemeinsame Nachbereitung des Events könnten den Erlebnisfaktor des Töchtertages wahrscheinlich noch erhöhen - so zumindest mein Eindruck.



Eindeutige Spitzenreiter beim Töchtertag waren die beiden Chemie-Workshops "Das beste Erdbeereis der Welt" und "Vom Lipgloss zur Schönheit". Lobend erwähnt wurde auch der Workshop "admina.at - Wie sieht ein Computer von innen aus?" und die Mustervorlesung von Frank Kubel "Edler Schmuck, der funkelt und leuchtet".



Negativ angemerkt haben 5 Mädchen den langen Weg zwischen den einzelnen Programmpunkten, weitere 5 den Tag als zu lang bzw. die gebotene Info als fad empfunden.



Keinen Einfluss scheint der Töchtertag auf die spätere Berufswahl der jungen Damen gehabt zu haben, denn keine der Teilnehmerinnen hat angegeben, für sich einen neuen Wunschberuf gefunden zu haben. Lediglich eine Tochter fühlt sich durch den Töchtertag in ihrem Berufswunsch bestätigt, nämlich einmal Informatikerin zu werden. Die überwiegende Mehrheit ist in ihrer Berufswal derzeit noch unentschlossen.

Die Motive, ihre Töchter am Töchtertag teilnehmen zu lassen, lassen sich so charakterisieren:

  1. Den Mädchen und jungen Frauen einen ersten Einblick in die Berufs- und Arbeitswelt geben, insbesondere natürlich den jeweils eigenen Arbeitsplatz an der TU Wien herzeigen und erklären.
  2. Bei den Mädchen das Interesse für Technik wecken und mögliche Vorurteile, dass Technik nichts für Mädchen sei, erst gar nicht aufkommen zu lassen.
  3. Kennen lernen verschiedener Berufe.

Die Frage, ob eine Teilnahme der Töchter auch 2005 beabsichtigt ist (soferne wieder einer an der TU Wien organisiert wird), wurde von allen mit einer einzigen Ausnahm (Altersgrenze der Tochter wird überschritten) bejaht.

Befürwortet wird eine Teilnahme in erster Linie mit der positiven Erfahrung, die die Eltern 2004 mit dem Töchtertag an der TU Wien gemacht und dem angebotenen Programm gemacht haben - das Interesse der Töchter natürlich vorausgesetzt.



Programm 2004:
http://www.tuwien.ac.at/pr/news/news_040419b.shtml, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster


http://www.toechtertag.at, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster