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Georg Kartnig - Professor für Technische Logistik

Der Experte für Fördertechnik, Konstruktion und Produktentwicklung ist Professor am Institut für Konstruktionswissenschaften und Technische Logistik der TU Wien.

Georg Kartnig

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Seit Februar 2009 ist Georg Kartnig Professor für Technische Logistik am Institut für Konstruktionswissenschaften und Technische Logistik der Technischen Universität Wien. Dort leitet er den Foschungsbereich Konstruktionslehre und Fördertechnik. An seiner Arbeit schätzt er vor allem das kreative Lösen technischer Fragen mit einer großen Nähe zur Praxis. „Technik ist für mich die Fortsetzung der Evolution mit anderen Mitteln. Von der Untersuchung und Optimierung von Fördertechnikkomponenten bis zur Gestaltung komplexer Logistiksysteme mittels analytischer Berechnung, Simulation und Messung, das ist mein beruflicher Alltag“, sagt Kartnig. Er und sein Team arbeiten zum größten Teil im Auftrag von Industriebetrieben, was den engen Bezug seiner Arbeit zur Anwendungsseite unterstreicht.

Frühe Begeisterung für Technik


Kartnig war bereits während seiner Schulzeit in Graz von den Naturwissenschaften begeistert. „Noch mehr als die naturwissenschaftliche Erkenntnisse interessierten mich aber schon damals die Anwendung dieser Erkenntnisse in technischen Gebilden“, schildert er frühe Erfahrungen mit seinem späteren Berufsfeld. Nach der Matura entschied er sich für ein Maschinenbaustudium an der TU Graz, das er mit Studien in Wirtschaftsingenieurswesen kombinierte. Dabei machte er auch Bekanntschaft mit Fragen des Marktes und mit Kreativitäts- und Entscheidungstechniken. „Wenn man als Techniker auch die wirtschaftliche Seite kennenlernt, entwickelt man eine etwas andere Art zu denken, und die hat mir in meiner beruflichen Karriere sehr genützt“, sagt er.

Erfahrung in der Industrie


Nach Beendigung seiner Dissertation über zugmittelgeführte Regalbediengeräte am Institut für technische Logistik der TU Graz begann er mit der Arbeit an seiner Habilitationsschrift zum Thema der mechanischen und logistischen Optimierung von Umlaufregallagern. Von 1997 bis 1998 wechselte Kartnig zur Knapp AG in Hart bei Graz, einem international tätigen Unternehmen im Bereich Fördertechnik und Logistik. Dort leitete er eine Abteilung, die sich mit der Entwicklung von Kommissionierautomaten befasst. In dieser Zeit gingen fünf Patente aus seiner Abteilung hervor. 1998 kehrte er an die Grazer TU zurück, habilitierte sich dort und arbeitete in der Folge an einer Vielzahl von Projekten, zumeist in enger Kooperation mit Partnern aus der Wirtschaft. „Wir haben in Graz hauptsächlich mit Klein- und Mittelbetrieben zusammengearbeitet, aber auch mit größeren Unternehmen wie zum Beispiel Magna Heavy Stamping, für die wir Konzepte zur Automatisierung ihrer innerbetrieblichen Transportaufgaben erarbeitet haben“, schildert er das Spektrum seiner damaligen Arbeit.

Auch durch Lehren lernen

Die Berufung an die Technische Universität Wien erhielt er Ende 2008. Die aktuellen Schwerpunkte seines Instituts liegen im Bereich Produktentwicklung, Optimierung von Steigförderern, Kranen und Seilbahnen. Neben dem Forschen gehört auch die Ausbildung des akademisch-technischen Nachwuchses zu seinen Aufgaben. Kartnig hält die Lehre auch im eigenen Interesse für sehr wichtig: „Die Vorbereitung einer Lehrveranstaltungen bietet die Möglichkeit, sich mit einem Fachgebiet in seiner ganzen Breite und Tiefe auseinanderzusetzen. Ganz entscheidend ist dabei, in Vorlesungen und Übungen Erfahrungen aus eigenen Forschungs- und Industrieprojekten einfließen zu lassen, damit das ganze mit Leben erfüllt wird“, schildert Kartnig seine Sicht der Dinge.

Viele Quellen der Inspiration

Abseits der beruflichen Pflichten gehört die Fotografie zu Kartnigs Leidenschaften, die er mit künstlerischem Anspruch verfolgt. Aufgrund der geringen Freizeit beschränkt er sich im Augenblick allerdings auf Urlaubs- und Reisefotografie. „Die Beschäftigung mit anderen Bereichen des Lebens gibt mir zusätzliche Inspiration für meinen Beruf“, sagt er. Auch Sport zu betreiben gehört für ihn dazu, sei es Laufen oder alpines Bergsteigen. „Die besten Ideen kommen mir normalerweise nicht vor dem PC, sondern beim Laufen oder am Berg. Schließlich hängt doch alles mit allem irgendwie zusammen“, ist er überzeugt.

Links:
www.ikl.tuwien.ac.at/klft
www.ikl.tuwien.ac.at
www.knapp.com