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Geld und Raum: Welche Bedeutung haben monetäre Perspektiven und Effekte in der Raumentwicklung?

Die Jahrestagung der Österreichische Gesellschaft für Raumplanung (ÖGR) findet am 16. November 2012 statt. Um Anmeldung wird gebeten.

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"Geld" und "Raum" stehen in einem sehr engen Verhältnis. Geld benötigt (heute nur noch zum Teil) Raum, da über die Standortnutzung und Raumentwicklung entgeltliche Werte, Einkommen und Vermögen geschaffen werden. Geld dient somit als Wertmaßstab und macht Wirkungen unterschiedlicher Qualitäten vergleichbar. Raum benötigt Geld, da erst mithilfe finanzieller Ressourcen die Standort- und Raumentwicklung forciert, unterstützt und gesteuert wird, und der Ressourceneinsatz in Geldeinheiten bewertet wird.

Geld als Symbol für Ressourcen in Form von privaten oder öffentlichen Investitionen, Förderbeiträgen, Beihilfen, Subventionen etc. auf der einen Seite und Raum (Flächen, ökologische Ressourcen) in Form von attraktiven Standort- und Raumbedingungen auf der anderen Seite sind zentrale Voraussetzungen für hohe Lebens- und Umweltqualität sowie von regionaler Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung. Gleichzeitig sind sie in ihren Wechselwirkungen auch zentrale Voraussetzung für Vermögensgewinne und für Zuwachs in der Wertschöpfung. Oftmals verstärken sie sich zudem in kumulativen Prozessen, die zu kaum vermeidbaren räumlichen Disparitäten und sozialen Ungleichheiten beitragen. Raumordnungs- und Regionalpolitik sind daher gefordert, angesichts solcher Herausforderungen bei gleichzeitig sehr knappen Budgets, diese Wechselwirkungen aufzudecken und Planungsinstrumente kritisch hinsichtlich ihrer Effektivität einerseits und ihrer monetären Bedeutung andererseits nach verschiedenen politisch wichtigen Kriterien zu bewerten.

In der Tradition der bisherigen ÖGR-Tagungen steht daher dieses Jahr der Zusammenhang zwischen einem – schon für sich wichtigen - Thema "Geld" mit dem "Raum" im Mittelpunkt der Tagung. "Geld" wird dabei aus der Sicht der Raumplanungs- und Regionalpolitik in einem sehr weiten Verständnis interpretiert, u.a. als rein finanzielle Ressourcen, als Wertmaßstab und als Kaufkraftindikator. Dementsprechend sollen Fragen zum Ausmaß und zur regionalen Verteilung von Investitionen und Förderungen sowie zu ihrer Effizienz und Effektivität behandelt werden. Gleichzeitig soll auch hinterfragt werden, welche monetären Werte durch planerische Aktivitäten geschaffen werden bzw. wie nachhaltig raumplanerische und regionalpolitische Aktivitäten auf kommunaler und regionaler Ebene sind.

Programm

Jahrestagung der ÖGR: Geld und Raum: Welche Bedeutung haben monetäre Perspektiven und Effekte in der Raumentwicklung?
16. November 2012, 9:30 bis 16:00 Uhr
Hauptgebäude der TU Wien
Boecklsaal
Karlsplatz 13, 1040 Wien

Anmeldung:
Die Teilnahme ist kostenfrei, Sie werden jedoch gebeten, sich bis spätestens 5. November 2012 anzumelden: oegr@oegr.at | T: +43-1-58801-280712